Pilgerort Varanasi

Varanasi liegt am heiligen Ganges und hat rund 1,2 Millionen Einwohner. Sie ist eine der ältesten Städte Indiens und gilt als heiligste Stadt des Hinduismus. Seit mehr als 2.500 Jahren pilgern Gläubige in den Ort.
Streng gläubige Hindus möchten in Varanasi im Ganges baden sowie einmal dort sterben und verbrannt zu werden, um aus dem ständigen Kreislauf der Wiedergeburt auszubrechen.

Am Ufer des Ganges befinden sich die stufenförmigen Ghats. Auf ihnen baden die Gläubigen im Wasser des heiligen Flusses um sich von Sünden zu reinigen. Daneben werden die Verstorbenen verbrannt und deren Asche in den Fluss gestreut. In Varanasi zu sterben und verbrannt zu werden, bedeutet den Ausbruch aus dem ständigen Kreislauf der Wiedergeburt.

Varanasi verfügt auch über 200 wichtige hinduistische, jainistische und buddhistische Tempel. Zu den meisten haben Nicht-Hindus allerdings keinen Zutritt. So konnten wir nur die kilometerlange Schlange der Pilger zu Gesicht bekommen, welche stundenlang auf den Zugang zum Haupttempel warteten.

Abends besuchten wir am Ufer des Ganges die allabendliche Gebetszeremonien der Gläubigen. Durch die tausenden Pilger ist die Stadt total überfordert, so dass man jeden Schritt mit Bedacht gehen muss.

Sarnath - Der Ort, wo Buddha predigte

10 km nördlich von Varanasis liegt Sarnath, wo Buddha die erste Predigt nach seiner Erleuchtung gehalten haben soll. Buddha Shakyamuni gilt dem Glauben mancher Hindus als Inkarnation von Vishnu.

In Varanasi befindet sich auch auch die 1916 gegründete Banaras Hindu University, die sich das Studium und die Förderung des Hinduismus zur Aufgabe gemacht hat.