Mittwoch 14.11.18 – Fahrt nach Vang Vieng (250 km)

Um 8 Uhr startete unser Bus in Richtung Vang Vieng.
Doch zunächst besichtigten wir ein kleines Kloster - heute sogar bei Sonnenschein! Die Mönche waren fleißig mit Säuberungsarbeiten beschäftigt. Der Hauptgrund für den Besuch war ein seltener Baum, der hier stand.

Unser Fahrer bekam von den Mönchen die Erlaubnis, sich mit dem Taschenmesser ein Stück heilkräftige Rinde abzuschneiden. So konnten er und der Reiseleiter ihre Reiseapotheke aufwerten.

Die lange Fahrt wurde unterbrochen durch Stopps an interessanten Aussichtspunkten und Dörfern der Hmong. Stellenweise hatte der Regen die Straße in eine Schlammstrecke verwandelt und auch unterspült. Ohne Absperrung taten sich plötzlich große Löcher am Straßenrand auf wo man in die gähnende Tiefe blicken könnte. Wir waren heilfroh, so einen großartigen und umsichtigen Busfahrer erwischt zu haben, der sein Handwerk wunderbar beherrschte.

In einem Dorf machten wir eine Pause, um uns etwas zu bewegen. Der Bus setzte uns am Anfang des Dorfes ab und nach einem Bummel stiegen wir am Ende wieder ein.

Das Mittagessen nahmen wir im Restaurant „Salaphoukhong“ ein. Von der Aussichtsterrasse bot sich ein atemberaubender Blick über die üppig grüne tropische Landschaft. Khamchan kaufte vor der Abfahrt einige Bananen von einer Straßenhändlerin, die er anschließend im Bus spendierte. Er war immer auf unser Wohl bedacht.

Am Ende unserer Tour passierten wir immer häufiger imposante Karstfelsen und nach 18 Uhr erreichten wir endlich das Hotel „Elephant Crossing“ in Vang Vieng. Der Eingang war durch eine Baustelle kaum zu sehen, die Zimmer waren aber okay.

Unser heutiges Ziel zum Abendessen war das „Happy Mango“, angeblich das beste Restaurant im Ort und wir wurden nicht enttäuscht. Der bestellte komplette Fisch wurde mundgerecht und sehr schmackhaft serviert. Auf dem Rückweg zum Hotel schlenderten wir über den Nachtmarkt und ließen den Abend auf der Hotelterrasse ausklingen.

Donnerstag 15.11.18 - Ein Tag in Vang Vieng

Mit einem guten Frühstück auf der Hotelterrasse, direkt am Nam Song-Fluss gelegen, mit den bizarren Karstfelsen und strahlendem Sonnenschein begann dieser Tag vielversprechend.

Nach einer kurzen Busfahrt nach Ban Phathao folgte 8.30 Uhr eine leichte Wanderung. Das eigentliche Highlight von Vang Vieng ist nämlich nicht die Stadt, sondern die wunderschöne Landschaft ringsumher. Hier findet man Karstfelsen, Höhlen und Reisfelder.

Wir überquerten den Fluss Nam Song auf einer Brücke und wanderten an einem kleinen Kanal entlang. Gegen 9.45 Uhr erreichten wir unser Ziel, die Water Cave; dort gab es sogar einen Imbiss-Stand. Auch mehrere riesige Spinnennetze mit ihren Bewohnern und natürlich herrliche Schmetterlinge konnten wir bewundern.

Der Ort ist hauptsächlich Ziel für das hier verbreitete Tubing, bei dem man auf großen Autoschläuchen den Fluss hinabtreiben kann - nichts für uns!

Nach der Wanderung erwartete uns der Bus an der Hauptstraße und brachte uns 11.30 Uhr zu einer kurzen Besichtigung der buddhistischen Tempelanlage Wat Si Suman.

Danach fuhren wir zur Bootsanlegestelle und begannen kurz vor 12 Uhr eine halbstündige, entspannende Flussfahrt auf dem Nam Song. Wir sahen einfach konstruierte Bambusbrücken, Schnecken sammelnde Frauen und konnten in Ruhe die schönen Felsen betrachten.

Anschließend wanderten wir über eine schwankende Hängebrücke zur Tham Chang-Höhle, die im 19. Jahrhundert als Bunker benutzt wurde.
Dort erklommen wir die 170 Stufen bis zur Grotte und uns bot sich ein märchenhafter Blick auf die Stalaktiten und Stalakmiten, die von farbigen Scheinwerfern angestrahlt wurden.

Gegen 14 Uhr waren wir zurück im Hotel. Danach hatten wir Freizeit und brachen nach einer kleinen Erholungspause im Hotel gegen 16 Uhr zu einem kurzen Stadtbummel auf.
Wir schauten uns noch verschiedene Tempelanlagen in der Nähe des Hotels an und beobachteten einige Heißluftballons.

Das Abendessen im „Corner Hanoi“ war trotz der guten Bewertungen bei TripAdvisor ein totaler Reinfall.
Sowohl der Service als auch das Essen waren schlecht. Zum Glück blieb es die einzige negative gastronomische Erfahrung auf dieser Reise.