Trinidad - 05. und 06.12.2014

05.12.2014
Nach einem guten Frühstücksbuffet in La Union startete der Bus in Richtung Trinidad, wo wir zwei Nächte übernachten würden. Da es nur 35 km entfernt war, stand Mittags eine Wanderung im Park "El Nicho" auf dem Tagesprogramm. Wir machten vor der Abfahrt noch einen schnellen Bummel durch den Park, um ihn bei Tageslicht zu sehen und danach begann die Busreise.

Auf einem Parkplatz an einer Tankstelle stiegen wir zur Weiterfahrt auf umgebaute offene Lastwagen, da der Bus nicht in den Nationalpark fahren durfte und dann ging es auf einer lustigen Fahrt etwas holprig und mit viel zum Glück warmen Fahrtwind zum Park. Dort begrüßte uns unsere Parkführerin und im Restaurant bestellten wir das Essen nach der Wanderung vor.

Dann begann eine interessante Tour durch den Urwald mit kleinen Wasserfällen, Holzstegen und üppigem Grün. Am Ende des Weges folgte man einem Anstieg und hatte am Gipfel einen schönen Ausblick auf das Tal. Ein Guide schenkte danach jedem von uns eine nussartige Frucht, die Glück in der Liebe bringen soll.

Zurück im rustikalen Restaurant hatten wir ausgiebig Zeit, das vorbestellte Essen zu verspeisen, bevor es wieder mit den Lastwagen zurück zum wartenden Bus ging. Dieser brachte uns dann zum All Inclusive Hotel "Ancon" nach Trinidad. Der Strand direkt am Hotel war wunderschön und das Klima auf der Südseite der Insel war wesentlich wärmer als der Norden. Hier hätte man es eine Woche zum Baden aushalten können. Aber das erwartete uns ja übermorgen auf Cayo Coco im Norden.

06.12.2014
Nach einem leckeren Frühstücksbuffet startete unsere heutige Tagestour. Zuerst stoppte der Bus an einem Souvenirgeschäft und danach besuchten wir den Sklaventurm "Torre de Iznaga" im Tal der Zuckermühlen.

Der 50 m hohe Glockenturm hat sieben Stockwerke und diente seit 1816 der Besitzerfamilie Iznaga zur Beaufsichtigung der Sklaven auf den Zuckerrohrfeldern. Das Mahnmal kann bestiegen und das ehemalige Wohnhaus besichtigt werden. Monika wagte den Aufstieg - ich dagegen fand die zahlreichen Souvenirhändlerinnen und Besucher als lohnende Fotomotive viel interessanter.

Es folgte ein Rundgang durch Trinidad, einer wunderschönen gemütlichen Kleinstadt, die gegenüber Havanna eine viel bessere Gebäudesubstanz hat. Der Bummel durch malerische kleine Straßen mit niedlichen Häusern und schöne Plätze mit einladenden Restaurants und Geschäften war bei strahlendem Sonnenschein ein tolles Erlebnis. Wir besichtigten das Palacio Cantero Museum und schlossen den Bummel mit einem Besuch der Bar "La Canchanchara" ab, wo bei uriger Lifemusik auch das Tanzbein geschwungen werden konnte und sich unser Guide Raul als flotter Tänzer entpuppte.

Wir erfuhren, dass abends in Trinidad immer auf der als Freilichtbühne genutzen großen Treppe Livekonzerte stattfinden und einige von uns nahmen sich vor, heute Abend hierher zurückzukehren. Einige fuhren mit dem Tourbus in den Ort aber wir und einige andere buchten die im Hotel angebotene Fahrt mit einem Oldtimertaxi zu einem Lobsteressen in einem typisch kubanischen Restaurant. Anschließend wollten wir zum Konzert und dann mit dem Bus zurück.

Am Abend wurden wir pünktlich von drei schönen Limousinen abgeholt und ab ging es in den geräumigen Autos auf durchgesessenen Ledersitzen und halb defekten Bedienelementen zum Restaurant, wo wir uns ein leckeres Essen schmecken ließen. Als Programmuntermalung unterhielt uns ein junger stockschwuler Tänzer, der richtig gut war und mit dem Monika nach Aufforderung zum Schluss einen flotten Salsa hinlegte.
Nach dem Essen ließen wir uns von den Taxen zum Plaza Mayor fahren, wo das Konzert stattfand. Hier waren Massen von Menschen, die auf den Treppenstufen saßen und den kubanischen Klängen der Band lauschten. Wir wurden sogar von Kellnern zwischen den engen Stufen mit Getränken versorgt.

Spätabends stand unser Bus am vorher verabredeten Ort bereit und brachte uns nach dem schönen Abend zurück ins Hotel. In Trinidad hätte man länger bleiben können, hier kann man sich richtig wohl fühlen.