27.09.2016 - Ankunft in Singapur

Nach zwei Stunden und Zwanzig Minuten landeten wir pünktlich in Singapur. Auf dem Airport fanden wir leicht einen Geldautomaten, wo wir 500 Singapur-Dollar abhoben.
Als nächstes brauchten wir Tickets für die Metro zum Hotel. Doch der Automat akzeptierte leider keine 50 Dollarscheine. Nachdem ich an der Info des Metroeinganges Geld wechselte, kauften wir uns die Tickets stiegen nach 2 Stationen um, fuhren dann 16 Stationen dann noch einmal eine Station bis Chinatown.

Kurz nach 17 Uhr waren wir im Hotel "The Inn at Temple Street" in der gleichnamigen Straße unweit der Station. Wir bezahlten das Zimmer im Voraus mit der VISA-Card und bekamen die Schlüssel für Zimmer 216. Es war recht klein aber sauber und völlig ausreichend, um hier drei Nächte zu verbringen.

Am weiteren Nachmittag erkundeten wir die Umgebung des Hotels. Wir wohnten mitten im Zentrum und es wurde alles Mögliche angeboten. Wir kauften uns einen Stecker-Adapter für 3 Dollar, sahen uns den buddhistischen Tempel am Ende der Straße an und tranken zwei leckere frisch gepresste Säfte bei "Happy Durian" gleich gegenüber dem Hotel für je drei Dollar.

Abends aßen wir in der Foodstreet zwei Nudelsuppen und waren 20.15 Uhr zurück im Hotel, um den Plan für morgen zu machen. Der WLAN-Empfang im Zimmer war sehr gut. Die Nacht war sehr ruhig und die Klimaanlage an der Decke sehr leise.


28.09.2016 - Hop-on Hop-off Tour durch Singapur

Da wir noch Kekse aus Bali und einen Wasserkocher mit Teebeuteln im Zimmer hatten, frühstückten wir gleich dort und machten danach einen weiteren Spaziergang durch Chinatown. Wir besuchten den großen Foodmarket und erkundigten uns nach der Haltestelle für den ersten Hop-on Hop-off Bus, mit dem wir uns 10 Uhr einen Überblick über die Stadt machen wollten.
Da wir Flugtickets von Singapore Airlines hatten, bekamen wir für den ermäßigten Preis von 19,50 Dollar zwei Fahrscheine beim Busfahrer und starteten 10.15 Uhr mit der braunen Linie. Danach stiegen wir in die rote und zum Schluss in die gelbe Linie um.
Damit lernten wir bei strahlendem Sonnenschein alle Sehenswürdigkeiten kennen, die wir uns in den beiden nächsten Tagen ansehen wollten. An einem anderen Punkt stiegen wir aus, um uns bei Starbucks eine Tasse von Singapur zu kaufen.

In Little India stiegen wir aus, schauten uns die bunten Läden und Verkaufsstände sowie den Tempel an Überall verfolgte uns der Geruch von Räucherstäbchen oder frischen Gewürzen. In einem typisch indischen Restaurant aßen ein gut gewürztes Mittagessen.

Wir fuhren danach zum Hotel "Marina Bay Sands" und kauften zwei Tickets, um am Abend mit dem Lift auf den Skypark zu gelangen, um von dort den Sonnenuntergang hinter der Skyline der Stadt zu bewundern.
In der Zwischenzeit wandelten wir etwas durch den herrlichen Garten hinter dem Hotel und fuhren 18.15 Uhr mit dem Lift am Tower 2 nach oben. Dort hatten sich schon zahlreiche Menschen für das allabendliche Schauspiel versammelt.

Wir gönnten uns ein gezapftes Bier für 14 Dollar sowie eine Sprite für 4 Dollar und konnten einen schönen Sonnenuntergang beobachten. 19 Uhr fuhren wir wieder nach unten, um schnellen Fußes zum Merlionpark zu gelangen, da man von dort die Lasershow auf dem Dach des Hotels sehen zu können, die aber wenig aufregend war.

Danach spazierten wir zur U-Bahnstation Downton und fuhren zwei Stationen bis Chinatown. Im dortigen Seafoodlokal tranken wir zwei Mangosaft, ich bestellte mir eine Suppe mit Nudelklößchen und Monika ließ sich Nudeln mit Garnelen schmecken. Anschließend verbrachten wir eine zweite ruhige Nacht im Hotel.


29.09.2016 - Singapur

Leider hatten wir gestern Abend kein Wifi im Hotel und waren heute morgen froh, als es ab 9 Uhr wieder zu Verfügung stand.
Wir kauften uns am Schalter der Metro Touristenpässe für zwei Tage, da wir heute und morgen mit U-Bahn und Bussen umherfahren wollten. Pro Karte bezahlt man 10 Dollar Pfand, die man bei der Abgabe wiederbekommt.

Als Erstes wollten wir heute die Gardens by the Bay ansehen. Das ist ein riesiger 110 Hektar großer Park, der von der Regierung zur Verbesserung der Lebensqualität in Auftrag gegeben wurde.

Bis jetzt ist der 54 Hektar große Bay South Garden fertiggestellt. Wir waren besonders auf die zwei riesigen Glaskuppel gespannt, die wir gestern Abend vom Dach des Hotels gesehen hatten.
Das sind zum einen der Flower Dome, das größte Glasgewächshaus der Welt und zum anderen der Cloud Forest.

Als erstes kauften wir für 28 Dollar pro Person Tickets für den Flower Dome und den Cloud Forest. Danach führen wir für 3 Dollar mit einem kleinen Shuttle zum Flower Dome.
Gleich beim Eintritt in die riesige Glaskuppel verschlägt es einem den Atem. Hier kann man von kleinen Pflanzen bis zu riesigen Baobabs alle möglichen Gewächse im Original bestaunen. In den einzelnen automatisch klimatisierten Zonen wachsen die zugehörigen Pflanzen. Alles ist wunderbar angelegt und wirklich sehenswert.

Wir drehten eine große Runde durch den Riesengarten, verließen die Halle und liefen in Richtung Cloud Forest vorbei am Children's Garden, in dem die Kinder barfuß zwischen Wasserfontainen umhersausen können.

Im Cloud Forest wird die tropische Vegetationszone in den Höhen zwischen 1.000 und 3.000 Metern nachbildet.

Betritt man die Glashalle, steht man als Erstes vor einem 35 Meter hohen Wasserfall, der von einem total begrünten Berg herunter fällt. Vom Gipfel des Berges, den man mit einem Lift erreicht, läuft man spiralförmig nach unten und überall wachsen echte Orchideen und andere für dieses Klima typische Pflanzen. In bestimmten Abständen wird über ein Leitungssystem feiner Nebel versprüht, um das Originalklima nachzubilden.
Interessant war auch ein Beet mit aus Legosteinen nachgebildeten Riesenblumen.

Wir blieben ca. 45 Minuten in dieser interessanten Halle und gingen danach in das Restaurant, um Mittag zu essen.

Kurz vor 17 Uhr standen wir unter den Super Trees, kelchförmigen Stahlgerüste, die ringsum mit Pflanzen bewachsen sind und zwischen 25 und 50 Meter hoch sind. Hier werden seltenen Pflanzen gezüchtet und über eine Photovoltaik-Anlage die Beleuchtung und Kühlung realisiert.

Zwei der Türme sind mit dem sogenannten Skyway verbunden, auf dem man in luftiger Höhe für 16 Dollar herumspazieren kann, was wir natürlich auch taten.

Wir wollten uns die Licht- und Tonshows nicht entgehen lassen, die jeden Abend 19.30 Uhr hier stattfindet. Da es noch nicht so weit war, tranken wir im benachbarten Restaurant noch eine Limonade.

Pünktlich startete die Show und es war ein echtes Erlebnis. Auf der Wiese zwischen dem Restaurant und den Bäumen hatten sich viele Menschen versammelt, da man von hier den besten Eindruck bekommt.
Anschließend bummelten wir zur Metro und fuhren ins Hotel.

30.09.2016 - Singapur

Der letzte Tag in Singapur war angebrochen. Da wir erst um 23.55 Uhr nach Frankfurt flogen, hatten wir praktisch noch den ganzen Tag Zeit. Wir stellten unser Gepäck in den Aufbewahrungsraum des Hotels und fuhren mit der Metro bis zum Merlionpark, den wir bisher nur im Dunkeln besucht hatten.
Der wasserspeiende Merlion ist Wahrzeichen und Schutzpatron von Singapur, dessen Name aus den Worten Mermaid und Lion zusammengesetzt ist.
Anschließend schlenderten wir weiter, vorbei am Viktoria Theater, der schönen Cavenagh Bridge von 1886 und dem Museum für Asiatische Zivilisation, bis zum Clarke Quay.

Wir fuhren bis zum Raffles Square und besuchten den "Lau Pa Sat Market".
In diesem aus einer wunderbaren Stahlträger-Konstruktion bestehenden 180-jährigen Marktgebäude bekommt man leckeres und preiswertes Essen. Es gibt so viele Stände mit verschiedensten Speisen, dass die Auswahl schwerfällt.

Nach dem Essen fuhren wir zum Singapore Flyer, dem mit 165 Metern zweithöchsten Riesenrad der Welt, das seit 2008 seine Runden dreht. Für 33 Dollar pro Person konnten wir eine Runde in einer knappen halben Stunde drehen. Wir waren ganz allein in einer der 28 Gondeln. Das Rad dreht sich sehr langsam und muss zum Ein- und Aussteigen nicht angehalten werden. Wir hatten bei klarem Wetter noch einmal einen wunderbaren Ausblick auf die Orte, die wir in den letzten zwei Tagen besucht hatten und waren froh, diese Attraktion noch besucht zu haben.

 
Nachdem wir das Riesenrad verlassen hatten, war es erst 15.30 Uhr und wir beschlossen, mit dem Bus zum Botanischen Garten zu fahren. Der 60 Hektar große Garten ist sehr schön angelegt und beherbergt über 3.000 Pflanzenarten.

Wir hatten leider nicht soviel Zeit uns alles anzusehen, sondern spazierten zum Orchideengarten, einem separaten Abschnitt im Park. Für 5 Dollar konnten wir die größte Orchideensammlung der Welt bewundern und freuten uns, dies als besonderen Abschluss unseres Besuches in Singapur gewählt zu haben.

Mit dem Bus fuhren wir wieder bis zu einer Metrostation und von dort zurück zum Hotel, holten unsere beiden Reisetaschen und Rucksäcke aus dem Gepäckraum und fuhren zum Airport. Dort bekamen wir die 20 Dollar Kaution für die Metrokarten zurück.

Nach einem kleinen Imbiss startete die Maschine nach Deutschland und wir landeten am nächsten Morgen wohlbehalten in Frankfurt, nahmen den Zug kurz nach 9 Uhr in Richtung Leipzig und waren Mittags zu Hause.


Zusammenfassung:

Es war für uns eine sehr interessante Reise voller Erlebnisse.
Besondere Höhepunkte waren für uns (neben den vielen kleineren):

- die Toraja auf Sulawesi mit Ihrem Totenkult und den einzigartigen Häusern
- die gerade stattfindende Begräbnisfeier
- die angenehmen kleinen Wanderungen durch herrlich grüne Reisfelder
- der Schnorcheltrip im Sea World Club Beach Resort
- der Bootsausflug im Pulau Tujuhbelas-NP
- die Dörfer der Ngada auf Flores
- die Bootstour im Komodo NP mit den Waranen und der Unterwasserwelt (super Schiffskoch!)
- das schöne Bali mit seinen vielen Tempeln
- das großartige Singapur mit den Gardens by the Bay
- die freundlichen und sehr fleißigen Menschen auf der gesamten Reise
- der Reisebegleiter Ingo Sauerbrey (Ingo - du warst der Beste!) und die Busfahrer
- Kerstin und Georg, mit denen wir viel Spaß hatten  Lächelnd

Nicht so toll fanden wir dagegen:

- den viel zu kleinen Bus auf Flores  Brüllend
- das Hotel in Bajawa  Unentschlossen
- das Desinteresse am Abschiedsabend auf Bali  Weinend