Rückfahrt nach Dublin

19. Mai
Heute verließen wir das County Kerry und machen uns auf den Weg nach Dublin.

Unterwegs machten wir einen Fotostopp an schönen mit Riet gedeckten Häusern und besuchten danach das Russborough House im County Wicklow. Es ist ein Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert, das mit 210 Metern die längste Fassade Irlands besitzt.
Das Gebäude wurde zwischen 1741 und 1751 erbaut und die heutige Inneneinrichtung stammt hauptsächlich von den letzten Bewohnern, Sir Alfred Lane Beit und seiner Frau Clementine. Viele Teile der Kunstsammlung stammen aus dem Besitz des Onkels von Alfred Lane Beit, der durch Diamantenminen in Südafrika zu einem der reichsten Männer Europas zählte.

Zurück in Dublin

Zurückgekehrt in Dublin machte unser Bus eine Runde durch den weitläufigen Phoenix Park, einer großen Parkanlage im Nordwesten des Zentrums. Er ist mit 808 ha die grüne Lunge der Stadt und eine der weltgrößten innerstädtischen Parkanlagen. Neben der "Phoenix Column", einer 10 Meter hohen korinthischen Steinsäule sahen wir den 62 m hohen Obelisken von 1817 für den 1. Duke of Wellington, Arthur Wellesley und fuhren auch am Kreuz vorbei, unter dem 1979 Papst Johannes Paul II. vor 1,2 Million Menschen (einer davon war unser Busfahrer) eine Messe las.

Danach checkten wir für zwei Nächte im Academy Plaza Hotel in Dublin ein.

20. Mai - Ein ganzer Tag für Dublin
Heute hatten wir einen ganzen Tag für eine Entdeckungsreise in Dublin Zeit. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg und besichtigten unter anderem die Statue von Daniel O’Connell, einem irischer Politiker, der sich vor allem für die Gleichberechtigung der Katholiken und die Aufhebung der Union zwischen Irland und Großbritannien eingesetzt hat; das Universitätsgelände im Trinity College mit der abstrakten Skulptur "Kugel mit Kugel" von Arnaldo Pomodoro; das Oskar Wilde Monument auf dem Merrion Square sowie das Denkmal zu Ehren Molly Malones, einer schönen Dubliner Fischhändlerin, die in jungen Jahren an nicht näher bestimmtem Fieber stirbt und das eines der Wahrzeichen der Stadt ist.
Weiter ging es ins Pub-Viertel "Temple Bar", wo ein Pub schöner ist als der andere und abends der Bär steppt. Mit der Straßenbahn fuhren wir schließlich ein paar Stationen bis zur Old Jameson Disillery, wo leider die Führungen schon alle ausverkauft waren.
Am Abend besuchten wir den nahe gelegenen "The Parnell Heritage Pub & Grill" wo man ausgezeichnet Essen und Trinken kann.

21. Mai - Eine letzte Runde
Da wir erst am späten Nachmittag zurück nach Berlin flogen, hatten wir bis 15 Uhr Zeit, die restlichen Sehenswürdigkeiten Dublins zu erkunden.
Wir liefen nochmal zum Liffey Fluss und die weißen Seile der Samuel Beckett-Brücke in den Docklands strahlten in der Sonne.
Danach schlenderten wir vorbei am Famine Monument für die Opfer der Hungersnot zwischen 1845 und 1852, deren Ursache mehrere Kartoffel-Missernten war. Damals starben eine Million Menschen, etwa zwölf Prozent der irischen Bevölkerung und zwei Millionen Iren wanderten aus.

Zurück im Hotel packten wir die Koffer und verstauten sie im Gepäckraum, da 12 Uhr das Zimmer frei sein musste.
Mit dem Bus fuhren wir dann zum National Botanic Gardens of Ireland im Stadtteil Glasnevin, ein 1795 angelegter schöner Park mit Gewächshäusern. Gleich daneben kann man den Glasnevin Cemetery besichtigen, der mit 50 ha der größte Friedhof Irlands ist und zahlreiche alte Grabstellen besitzt.
Nach der Busrückfahrt besuchten wir in der Nähe unseres Hotels den Garden of Remembrance, einer Gedenkstätte für die Menschen, die ihr Leben für die irischen Freiheit gaben und bummelten durch die Straßen mit ihren bunten Fassaden und Türen.
Schließlich entschlossen wir uns, im chinesischen Viertel in einem vietnamesischen Restaurant eine leckere Hühnersuppe zu bestellen, da es mittlerweile nach 13 Uhr war.

Nach 15 Uhr brachte uns der Airlink-Bus zum Flughafen, von wo wir zwei Stunden später den Rückflug nach Berlin antraten, wo unser Auto für die weitere Heimreise auf uns wartete.