Freitag 09.11.18 – Fahrt nach Nong Khiaw (130 km)

Den täglichen Almosengang der buddhistischen Mönche beim Sonnenaufgang wollte sich Monika auf keinen Fall entgehen lassen und so hieß es für sie bereits um 5.30 Uhr aufstehen. Es ist für die Menschen eine Ehre, wenn die Mönche den Klebreis entgegennehmen und nicht die Mönche danken für die Gabe, sondern die Menschen bedanken sich bei den Mönchen, um den Respekt für deren Lebensweise auszudrücken - ein uns unbekannter Glaube.

Nach dem Frühstück um 7.30 Uhr, bei dem man heute die Butter vergessen hatte, stellten wir um 8 Uhr die Koffer vor die Zimmer und fuhren mit zwei Tuk Tuks zu unserem Reisebus für die Nordtour. Er war nicht besonders geräumig, was sich allerdings bei den kommenden zahlreichen schlechten Pis nunten als Vorteil erweisen sollte. Wir fuhren damit zum lokalen Markt „Thaheu May“.
Angeboten wurden hier viele exotische Früchte, lebende Käfer, gegrillte Frösche und Ratten, Bienenwaben und Raupen.

Unsere anschließende Busfahrt führte uns Richtung Norden nach Nong Khiaw, einem kleinen, malerischen Ort inmitten grandioser Berglandschaft.
Auf dem Weg dorthin legten wir einige Stopps in unterschiedlichen Dörfern ein, um verschiedene ethnische Gruppen wie die Tai Dam und die Tai Lue kennenzulernen.

Bei einem dieser Stopps wurden wir im Dorf Nakhon vom Schamanen empfangen und nahmen an einer traditionellen Baci-Zeremonie teil. Der Schamane ruft Geister an, um unsere weitere Reise zu segnen. Dabei bekamen wir Bänder ums Handgelenk gebunden und der selbstgebrannte Schnaps floss reichlich...

Am späten Nachmittag erreichten wir unser Resort „Pha Xang“. Es ist eine sehr schöne Anlage aus Bungalows, die inmitten eines exotischen Gartens direkt am Nam Ou Fluss liegt.
Nachdem wir das Essen für den Abend vorbestellt hatten, machten wir einen ersten Spaziergang durch den Ort.

Das Abendessen war lecker und die Hotelangestellten sehr freundlich.

Samstag 10.11.18 - Ein Tag in Nong Khiaw

Der nächtliche Regen hörte zum Glück am Morgen auf und die aufsteigenden Nebelschwaden gaben der Umgebung einen mystischen Charme.

Nach dem Frühstück um 7.30 Uhr (Baguette, Butter, Rühr- und Spiegelei, Kartoffeln) ging es um 8.30 Uhr mit dem Bus zum Bootsanleger. Drei Boote warteten bereits auf uns und wir schipperten ganz bequem in Bussitzen auf dem Nam Ou-Fluss entlang.
Ziel waren zwei Dörfer. Diese sind nur per Boot erreichbar und haben immer noch kein fließendes Wasser, so dass sich das ganze Leben am Fluss abspielt.

Eine Wanderung zur Thamkang-Höhle wurde von vielen bunten Schmetterlingen begleitet. Zum ersten Mal konnten wir auch einige Vögel sehen, die sonst meist gefangen und verspeist werden. Auch eine Gottesanbeterin kreuzte unseren Weg.
In der Höhle haben sich während des Vietnamkrieges die Menschen der umliegenden Dörfer versteckt und dadurch überlebt.

Auf dem Rückweg aßen wir um 13.30 Uhr im "Riverside-Restaurant" Nudelsuppen mit Huhn und Ente, die wir bereits bei der Ankunft bestellt hatten.

Zurück im Resort holten wir unsere gewaschene Wäsche ab, die wir am Vortag abgegeben hatten (1kg für 15.000 Kip ~ 1,50 €).

An diesem Abend wollten wir nicht im Hotel essen und so machten wir uns auf den Weg in den Ort zum Bamboo-Restaurant. Das Essen (Huhn mit Cashewnüssen, Karottensuppe, Knoblauchbrot, Bruschetta, Ingwertee) war okay, obwohl wir sehr lange warten mussten.
Auf dem Rückweg war es bereits dunkel und wir waren froh, die Taschenlampen mitgenommen zu haben, denn die Straßen bestanden teilweise nur aus Schlaglöchern und das wenige Licht an den Häusern reichte nicht, um die Straßen auszuleuchten.

Sonntag 11.11.18 - Rückfahrt nach Luang Prabang (100 km)

… und es regnete wieder mal…

Nach dem Frühstück fuhren wir um 9.00 Uhr mit dem Bus über abenteuerliche Straßen zurück in Richtung Luang Prabang.
Unterwegs besuchten wir das Dorf Xanghay, welches für seine Whisky-Produktion und die Webkunst bekannt ist. Gleich beim Aussteigen konnten wir an den Verkaufsständen die Flaschen mit in Alkohol eingelegten giftigen Tieren bestaunen, die besonders gern von den Chinesen gekauft werden. Alles, was kreucht und fleucht wird in Laos gefangen und irgendwie verwertet - für uns unverständlich...

Nach dem Durchqueren einer kleinen Tempelanlage erreichten wir die Brennerei, deren simple Art und Weise des Destillierens uns in Staunen versetzte.

Gegen 12.30 Uhr stiegen wir in ein Boot und fuhren zur Pak Ou-Höhle. Hier treffen der Mekong und der Nam Ou-Fluss aufeinander. In der Höhle stehen mehr als 5.000 Buddha-Statuen in allen Formen und Größen, die Pilger über die Jahrhunderte mitgebracht und als Opfergaben hinterlassen haben.
Die obere Höhle ist durch eine steile Treppe erreichbar, auf denen Kinder in Käfigen gefangene Vögel gegen ein Entgelt freilassen. Eine schlimme Sitte, die man leider überall in Asien beobachten kann.

Auf der Rückfahrt gab es auf dem Boot ein leckeres Mittagessen, bestehend aus Klebreis, frittierten Algen und Papayasalat. Die Zutaten dazu hatte unser Guide unterwegs gekauft und mitgebracht.
Nach dem Anlegen besuchten wir noch eine Papier-Manufaktur, in der uns die Herstellung von Papier vorgeführt wurde, bevor wir 15.30 Uhr in den zur Weiterfahrt bereitstehenden Bus stiegen.

Am späten Nachmittag kamen wir in Luang Prabang an, stiegen im gleichen Hotel ab, bezogen unser „altes“ Zimmer - und es regnete noch immer…

Um 18.30 Uhr machten wir uns auf den Weg, um Hotpot im „Sabadi“ zu essen. Leider war die Musik vom Restaurant gegenüber derart laut, dass wir es vorzogen, uns ein anderes Restaurant zu suchen.
Im „Ban Pa Lao Cousin“ gefielen uns das Ambiente, die dezente Musik und die Speisekarte.
Wir bestellten Ingwerhähnchen, Gemüse mit Cashewkernen, Knoblauchbrot, zwei dunkle Bier und Ingwertee; alles war sehr lecker.