Zurück nach Maun und Weiterfahrt nach Nata

Mittwoch, 02.11.05

Der Mittwochmorgen im Bushcamp begann wie gewohnt schon sehr früh um 6 Uhr mit Aufstehen - Waschen im Fluss fiel heute aus.
Danach wurden die Sachen gepackt, wobei wir alles den Leuten gaben, was wir nicht unbedingt für den Rest des Urlaubes benötigten.  Wir ließen einige T-Shirts zurück und mein Kombiwerkzeug schenkte ich einem unserer Führer vom Vortage. Dann wurden vor dem 7 Uhr-Frühstück die Zelte abgebaut und nach dem Essen alles zum etwa 50 Meter entfernten Fluss geschafft.

Um 8 Uhr verließen die Boote das Camp zu einer letzten gemütlichen Fahrt durch das Delta zurück zu dem Punkt, wo uns das Auto abholen konnte.
Das heißt, so gemütlich war sie für uns zwei dann doch wieder nicht, denn unser Bootsführer hatte am gestrigen Nachmittag die Gabel am Ende seiner Stake abgebrochen und so passierte es, dass diese beim Steuern in einer leichten Kurve zu tief in den Schlamm geriet und beim Versuch, sie heraus zu ziehen, wurde unser Boot nach unten gedrückt, wobei ein großer Schwall Wasser den Boden überflutete und dabei natürlich auch die Matratzen und meine Hose. Wir legten an, mussten aussteigen und es wurde erst mal geschöpft (mit Händen und Füßen).
 Nach Erreichen der Anlegestelle bedankten wir uns bei den Bootsleuten für die abenteuerliche Zeit im Busch und überreichten ihrem Anführer (Master) das am Morgen gesammelte Trinkgeld, das er unter seinen Leuten aufteilte.

Gegen 9.30 Uhr erschien dann auch das Auto, der Hänger wurde mit Zelten und Matratzen beladen und nach einer wiederum interessanten Fahrt durch das Deltavorland erreichten wir gegen 11.30 Uhr das AUDI Camp in Maun, wo Adam mit dem Truck und unseren Rucksäcken gewartet hatte. Nun war erst mal Duschen angesagt, doch vorher mussten wir allerdings erst das zwei Tage nicht benötigte Waschzeug aus den großen Rucksäcken, welche wir im Truck zurückgelassen hatten, herausholen. Danach statteten wir der Bar einen Besuch ab um einige herrlich kühle Appeltizer (eine Art Apfelschorle aus der Büchse für je neun Pula) zu genießen, bevor wir um 12.45 Uhr zum Lunch am Truck gerufen wurden (Weißbrot, Wurst und Käse).

Nach dem Verlassen des Camps (schade, dass wir hier nicht mehr Zeit verbringen konnten) hielten wir nochmals in Maun um einen kleinen Shopping-Bummel in den diesmal geöffneten Geschäften zu unternehmen, was sich allerdings als nicht sehr lohnend erwies. Gegen 15 Uhr verließen wir dann die Stadt in östliche Richtung, um nach Nata zu gelangen. Nach zweieinhalb Stunden war eine 15-minütige Pause an einer Tankstelle angesagt, wo wir uns zwei kalte Coca Cola genehmigten und die Toiletten aufsuchten. Auf der weiteren, ziemlich eintönigen Fahrt zum Camp, welches wir erst 19 Uhr erreichten, sahen wir vereinzelt Strauße, imposante Baobabbäume und urige Dörfer.

Beim Zeltaufbau im Nata Lodge Camp war es dann bereits dunkel (aber wir hatten es ja vorher oft genug geübt), bevor es zum Dinner große Pellkartoffeln, gebratene Hamburger und Salat gab. Um wenigstens etwas vom Camp mitzubekommen, schafften wir es gerade noch rechtzeitig, das sehr schöne Restaurant zu finden, um dort bei den zwei Frauen an der Bar, die gerade dicht machen wollten, vier doppelte Amarula zu bestellen.
 Es war erst 21.30 Uhr, aber in den Camps wird zeitig geschlossen, damit spät abends keine grölenden Horden den Campfrieden stören. Sehr putzig fanden wir ein kleines Buschbaby, welches auf einer kleinen Holzplattform neben den Tischen sein Futter einnahm und zwischendurch immer wieder die Umgebung mit seinen riesigen Augen beobachtete.
Der Schein unserer Taschenlampen geleitete uns bald zurück zu unseren Zelten, denn für den nächsten Tag war das Frühstück bereits für 6.30 Uhr angekündigt.