Los Toldos

Montag, 21. Januar 2008

8.15 Uhr Frühstück - 9 Uhr on the road again – und die unendliche Weite der patagonischen Wüste hatte uns wieder.
Die einzige Abwechslung brachten Huanacos und Nandus, die auf den kargen Wiesen nach Nahrung suchten und schnell das Weite suchten, wenn wir mit unserem Bus in die Nähe kamen.

Nach 12 Stunden!!! Busfahrt (ca. 800 km) mit einem Picknick (Sandwich mit Mais + Mineralwasser) an einer Schatten spendenden Buschgruppe sowie wenigen „PP“ erreichten wir gegen 22 Uhr das total abgelegene Ziel des Tages: Perito Moreno, ein verschlafener Ort mitten in der Pampa.
Außer einem schmackhaften Hühnchen-Abendessen und einem farbenprächtigen Sonnenuntergang ist hier nichts zu erwähnen. Die Zimmer, die glücklicherweise nur zum Überbrücken der Nacht dienten, waren total heruntergekommen - aber halbwegs sauber.

Dienstag, 22.1.2008

Nach dem Frühstück um 9.30 Abfahrt. Die restlichen 35 Kilometer bis zum eigentlichen Highlight vergingen schnell und so kamen wir 11.15 Uhr nach einem Picknick unterwegs gut gelaunt in der Estancia „Los Toldos“ an. Kurzes Einchecken und los ging es 12 Uhr für sieben Leute unserer Gruppe (die anderen waren zu geschafft und blieben in der Estancia) mit dem Bus in den Canyon „Riu Pinturas“ zu den über 9000 Jahre alten Höhlenmalereien, die sich in der „Cueva de los Manos“ (Höhle der Hände) befinden.

Der Ausblick am Rande des Canyons war überwältigend und erinnerte etwas an den Grand Canyon in den USA (und so was gibt es in der patagonischen Pampa!). Nach dem einigermaßen beschwerlichen Abstieg über loses Geröll, dem Weg durch den Grund der Schlucht und dem Treppenaufstieg auf der anderen Seite (insgesamt ca. eine Stunde) mussten wir eine Stunde warten, da immer nur eine begrenzte Anzahl Besucher auf den Weg zur Höhle gelassen wird. Die einstündige Wanderung an der Canyonwand entlang lohnte sich auf jeden Fall. Die Zeichnungen an den Felswänden sind durch den Schutz des darüber liegenden vordachartigen Felsvorsprungs sehr gut erhalten. Mittlerweile sind die Malereien durch Gitter vor dem Abschlagen von Felsstücken durch Souvenirjäger geschützt, doch durch die grobmaschigen Zäune lassen sich trotzdem gute Fotos schießen.

Nach dem Rückweg und dem Aufstieg über die Schotterpiste erreichte unser Bus 18.30 Uhr die Estancia. 21.00 Uhr bereitete uns ein „gekreuzigtes“ Lamm einen netten Tagesausklang. Das im Programm angekündigte Lagerfeuer mit Lammspieß blieb uns leider versagt.