30. März 2016 - Unterwegs nach Jinka

Um 8.30 Uhr bestiegen wir die Jeeps und machten uns auf den Weg nach Jinka. Unterwegs machten wir oft einen Stopp, da es jede Menge Interessantes zu sehen gab. Wir fuhren durch viele Dörfer und das Leben auf der Straße war sehr rege. Immer wieder mussten die Jeeps entweder den Kuhherden vor uns ausweichen oder anhalten.

An den sehr wenigen kleinen Flüssen, denen wir unterwegs begegneten, herrschte reger Betrieb. Die Frauen badeten, wuschen die Wäsche oder füllten die gelben Kanister mit Wasser, um diese anschließend kilometerweit auf dem Rücken zu transportieren. Einige Männer wuschen auch ihre Tuktuks im gleichen Fluss.
Es war eine sehr interessante Fahrt und wir sahen viel über die Lebensweise der Menschen.

Besuch eines Konso-Dorfes

Gegen 11 Uhr erreichten wir ein Dorf der Konso. Vorher nahmen wir im Ort einen einheimischen Guide mit, der aus dem Dorf stammte und als Vermittler wirkt.
Schon beim Nähern sahen wir die typischen terrassenförmigen Felder. Im Dorf angekommen, erfuhren wir Interessantes über die Lebensweise der Konso. Auf dem Versammlungsplatz standen hölzerne Stelen, die meist an berühmte Krieger erinnern sollen.
Beim anschließenden Rundgang durch das dicht bebaute Dorf sahen wir die hohen und breiten Steinmauern, die ursprünglich als Schutz vor wilden Tieren oder feindlichen Stämmen dienten. Es gab nur wenige bewachte Haupteingänge, so dass das Dorf wie eine kleine Festung wirkte. Die Bewohner waren sehr nett aber auch scheu.

Hier mussten wir zum ersten Mal für Fotos bezahlen und zwar 10 Birr pro Foto, was umgerechnet ungefähr 40 Cent sind und das Doppelte war, was wir später bei anderen Völkern geben mussten. Trotzdem war es okay für uns und für die Bewohner eine willkommene Einnahmequelle.

Ankunft in Jinka

Nach 90 Minuten Dorfbesichtigung fuhren wir weiter in die ziemlich noble Hotelanlage "Kanta Lodge Resort" zum Mittagessen - was für ein Kontrastprogramm - fast schon peinlich. Das Resort ist wunderschön mit Blumen und kleinen Gärten angelegt und bietet Übernachtungsmöglichkeiten in etwa 20 gut ausgestatteten Hütten. Monika schenkte nach dem Essen dem Toilettenmann eine Armbanduhr.

Gegen 15 Uhr machten wir noch eine Pause in einem einfachen Restaurant um etwas zu trinken, denn die Temperatur war mittlerweile auf 41 Grad geklettert. Zwei Stunden später erreichten wir das Hotel "Jinka Resort" im gleichnamigen Ort. Die Zimmer waren einfach aber okay und wir waren glücklich, nach der schweißtreibenden Fahrt duschen zu können, auch wenn nur wenig Wasser aus der Brause kam.

Das Abendessen war auch gut und wir schliefen heute wieder schnell ein, um für die nächsten Tage fit zu sein, denn die versprachen für uns besonders interessant und aufregend zu werden.