23. Juni - Reykjavik

Der morgendliche Blick aus dem Hotelfenster ließ für das heutige Wetter nicht viel Gutes erahnen. Es war total trüb und es nieselte. Naja, das Frühstück war jedenfalls wieder okay und danach fuhren wir in das Stadtzentrum, um uns dort etwas umzusehen.

Wir fuhren zuerst zum Hafen zur Anlegestelle der Boote, was allerdings sinnlos war, denn bei diesem Wetter waren wir die Einzigen und die Weitsicht war katastrophal. Also wurde es nichts mit Puffins fotografierten.

Im Anschluss fuhren wir zur sehenswerten Hallgrimskirche, vor der wir gerade noch einen Parkplatz ergattern konnten.

Nach der Besichtigung der Kirche besuchten wir das Konzerthaus Harpa, das Rathaus und das Parlamentsgebäude. Die niedlichen kleinen farbigen Holzhäuser kamen bei dem trüben Wetter leider auch nicht richtig zur Geltung.
Den Abschluss machte der Besuch der "Perla", dem Warmwasserspeicher Reykjavíks.
Der Eintrittspreis war wegen der Bauarbeiten zu einem neuen Planetarium um 50% reduziert und so noch erträglich.
Im Innern kann man im interessanten Museum der Naturwunder etwas über die Entstehung Islands erfahren und in einem künstlichen Gletscher eine Eishöhle durchwandern.
Von der Plattform hat man bei sonnigem Wetter einen wunderschönen Blick auf die Hauptstadt, bei Regen war es leider nicht ganz so sensationell.

Danach fuhren wir 14 Uhr zurück ins Hotel und informierten uns im Internet, was wir am morgigen letzten Tag noch unternehmen könnten, denn unser Rückflug war erst kurz nach Mitternacht vorgesehen.

24. Juni - Abstecher nach Süden und Abreise

Heute Morgen war der Himmel wieder mit dicken dunklen Wolken verhangen. Wir beschlossen, heute zum Abschluss unserer Island-Rundreise auf der Straße 41 in den Südwesten zu fahren.

Den ersten Stopp legten wir auf der Straße 425 an der "bridge between continents" ein. Hier sieht man sehr gut, wie die eurasische und die nordamerikanische Kontinentalplatte aufeinandertreffen und man kann auf einer Brücke den kleinen Graben dazwischen überqueren.

Anschließend fuhren wir weiter ins Hochtemperaturgebiet Gunnuhwer. Hier betragen die Temperaturen unter den Quellen über 300°C. Wir schauten uns dort die schon von weitem durch den austretenden Wasserdampf sichtbaren Schlammquellen und Fumarolen an.

An der Küste der Halbinsel Reykjanes erreichten wir danach den Naturpool Brimketill. Baden ist in diesem Brandungskessel natürlich nicht möglich aber hier hat die Brandung die Form eines Beckens in die Lavaküste entstehen lassen.
Immer wieder wurde der Pool durch die Brandungswellen überspült und man musste schon aufpassen, von der Gischt nicht nass zu werden, wenn man nah genug an die Klippen herantrat, um in das Becken schauen zu können.

Ein Höhepunkt der Tour war danach auf jeden Fall das Solfatarenfeld Seltún an der Straße 42. Hier kann man auf einem sehr stabil angelegten Holzweg das Hochtemperaturgebiet durchwandern und die durch den Schwefel und verschiedene Mineralien unterschiedlich gefärbten Austrittsstellen bewundern.

Als wir weiter in nördliche Richtung fuhren setzte wieder starker Regen ein und wir fuhren zurück ins Hotel. Bei schönem Wetter hätten wir unterwegs noch an einigen lohnenden Aussichten angehalten.

Für den Abend hatten wir im Restaurant "Reykjavik" zwei Plätze bestellt und ließen und dort das mit leckerem Fisch gut bestückte Seafood-Buffet für immerhin umgerechnet € 69 schmecken.

Anschließend fuhren wir bei immer noch strömenden Regen zum Flughafen, um unseren Mietwagen abzugeben. Von der Abgabestation wurden wir zum Terminal gefahren und checkten unser Gepäck ein.

Der Flug um kurz nach Mitternacht brachte uns sicher zurück nach Hamburg und anschließend die Bahn nach Leipzig.

Fazit

Die Reise auf der Rundstraße durch Island hat uns ausgezeichnet gefallen. Als Naturliebhaber kommt man dort voll auf seine Kosten und kann einen Höhepunkt nach dem anderen erleben.
Auch wenn das Wetter auf der Insel ziemlich wechselhaft war, hatten wir doch die meiste Zeit keinen Niederschlag oder im Süden und Osten sogar herrlichen Sonnenschein.
Im Nachhinein hätte ein Tag Reykjavik gereicht und wir wären dafür lieber länger im Osten geblieben. Aber das ist sicher auch dem extrem schlechten Wetter geschuldet, welches wir in der Hauptstadt hatten.

Der Kleinwagen hat für die Straßenverhältnisse der Ringstraße vollkommen gereicht. Wir wurden überall sehr freundlich empfangen und die Unterkünfte waren gut gewählt.
Man sollte sich vor der Reise im Klaren sein, dass das Preisniveau in Island etwas höher liegt als in Deutschland.