Halongbucht

Samstag, 20.11.2004 » (Tour in die Halong Bucht)

Nach dem Frühstück wurden wir 7.30 Uhr vor dem Hotel mit einem Minibus zur unserer Tour zur Halong Bucht abgeholt. Mit der Hotelleitung hatten wir abgesprochen, dass wir unsere Reiserucksäcke bis zur morgigen Rückkehr im Hotel zurücklassen. Unsere Schmutzwäsche legten wir zum Waschen in die dazu bestimmten Körbe im Bad. Der Minibus brachte uns zu einem größeren Bus am Rande der Stadt und los ging die Fahrt zum Weltkulturerbe Halong Bay.

Unterwegs machten wir einen Stopp in einem Handicraftdorf in dem junge Mädchen
Mädchen beim Sticken mit der Herstellung von Stickereibildern beschäftigt wurden, welche man im Nebenraum für Preise zwischen 20 Dollar und 1.000 Dollar erwerben konnte.
Es waren tolle Motive dabei und ich möchte nicht wissen, wie lange die Kinder am Tag und vor allem für welchen Lohn arbeiten mussten. Vergleichen kann man dies mit den Teppichknüpferinnen in Nordafrika - Kinderarbeit pur.

Mittags erreichten wir die Bucht und stiegen zuerst in ein kleineres Schiff, welches uns in die Bucht zu einem größeren brachte - unser vietnamesischer Guide hieß Tuan, hatte bisher als Englischlehrer gearbeitet und war ein netter Bursche.
Beeindruckend waren die unzähligen Felsen, welche in der Bucht verstreut aufragten und vor allem das wunderbar sonnige klare Wetter. In den Bildern der Reiseberichte hatten wir die Halongbucht meist im Dunst gesehen und so waren wir happy.
Wir hatten in Hanoi eine Tour mit Übernachtung auf der Dschunke gebucht und bekamen auch zwei schöne Doppel-Kabinen mit Toilette und Dusche zugewiesen.

Nach eindrucksvoller Tour liefen wir unterwegs die größte Grotte der Bucht zur Besichtigung an. Sie hatte gewaltige Ausmaße war aber etwas zu kitschig bunt ausgeleuchtet. Auf der anschließenden Weiterfahrt zur unserem Ankerplatz mitten in einer malerischen Bucht machten wir einen Badestop, wozu eine etwas schwierig zu erklimmende Leiter an der Bootsseite befestigt war.

Da es in diesen Breiten sehr schnell dunkel wird, konnten wir an unserem Übernachtungsplatz wunderbar den Sternenhimmel beobachten. Auf dem Boot wurden wir gut bewirtet und ließen uns unter anderem zwei Flaschen vietnamesischen Dalatwein (á sechs Dollar) schmecken. Essen war inclusive, so dass wir nur die moderaten Preise für die Getränke zu zahlen hatten.
Das Doppelbett war bequem, die See ruhig und so schlummerten wir - weitab von Festland - inmitten der wunderschönen Halongbucht dem Sonnenaufgang des nächsten Morgens entgegen.

Sonntag, 21.11.2004 » (Halong Bucht - Rückfahrt nach Hanoi)

Mit einem Frühstück aus Eierkuchen mit Honig, Banane und Birne sowie Tee begann unser zweiter Tag in der Halongbucht.
Der Sonnenaufgang versprach einen wunderbaren Tag und es wurde dann auch eine durch und durch sonnige Schiffsreise, an der wir es uns in den Liegestühlen auf dem Sonnendeck gemütlich machen konnten.
Wir hatten diese Tour gewählt, weil auch am Vormittag des zweiten Tages durch die Bucht geschippert wurde und konnten es so richtig genießen.
Wir liefen die Insel Cat Ba an, wo die Leute ausstiegen, welche sich für die dreitägige Tour entschieden hatten und dort am Abend in einem Hotel übernachteten. Gleichzeitig nahmen wir die Touristen wieder mit zurück, für welche die drei Tage schon um waren.
Unterwegs bestand wieder die Möglichkeit zum Baden, aber wir waren im herrlichen Sonnenschein auf dem Oberdeck mittlerweile viel zu faul geworden, unseren Liegestuhl zu verlassen und überließen diesen Spaß einigen neu zugestiegenen Mädels, welche sich in dem angenehm warmen Wasser amüsierten. 

Nach unserer Ankunft gegen Mittag in Halong warteten wir auf unseren Bus, welcher wieder neue Gäste aus Hanoi brachte und uns zurückbringen sollte, der sich aber ca. 30 Minuten verspätete.
Auf der Rückreise fuhren wir nach ca. 15 Minuten auf eine Halbinsel, welche momentan mit supermodernen Anlagen und Hotels ausgebaut wird und in einigen Jahren wohl mit gut zahlenden Touristen übersät werden wird.
Dort bekamen wir in einem sehr schönen, im chinesischen Stil eingerichteten Restaurant unser Mittagessen, welches aus verschiedenen Tofusorten, Gemüse und Reis bestand und im Tourpreis eingeschlossen war.
Nachdem sich unser Bus durch den sehr zäh dahinfließenden nachmittäglichen Strom aus Mopeds und Autos gequält hatte nahm dann gegen 17.30 Uhr diese sehr schöne Tour mit der Ankunft in unserem Hanoier Hotel ihr Ende.

Unsere zurückgelassenen Rucksäcke vom Vortag holte man uns aus dem Gepäckraum und die saubere Laundry lag ordentlich zusammengelegt auf dem Bett bzw. hing auf Bügeln am Garderobenständer.
Nach einem Stadtbummel, auf dem wir uns Essstäbchen aus Holz und Büffelknochen für je einen Dollar das Paar kauften, ließen wir uns unser Abendessen auf der Terrasse des Quan Bia Minh in der 7A Dinh Liet schmecken.
Hier hat man eine sehr große Auswahl an verschiedenen Speisen zu günstigen Preisen und wir bezahlten für vier Suppen, ein Bier, eine Sprite und zwei Wasser nur 85.000 Dong. Internetcafé

Nach meinem Besuch im Internetcafe erfuhr ich in einer E-Mail von unseren Kindern, dass es in Deutschland das erste mal geschneit hatte, was uns die durchschnittlich 28 Grad Tagestemperatur noch mehr genießen ließ.
Die Internetnutzung war übrigens auf unserer gesamten Tour kein Problem. Fast überall waren Internetcafes mit DSL-Zugang vorhanden, wo man für ca. 100 Dong pro Minute surfen konnte.
Nur auf Phu Quoc gibt es nur in den größeren Orten bzw. in der Hauptstadt Internetanschlüsse, da dort auch nicht überall Strom- und Telefonleitungen vorhanden sind und wenn, dann in einer schlechten Qualität.
Auf unserem Weg ins Hotel ließen wir von TNK-Travel unsere Bungalows fürs Mekongdelta telefonisch vorbestellen (30.000 Dong) und besuchten wieder den Straßenstand (Quay Ning) mit den leckeren Teigröllchen in der 75 Hang Bong Street, wo wir freundlich begrüßt wurden und man sich köstlich darüber amüsierte, wie wir unsere mühsam erlernten vietnamesischen Vokabeln aussprachen.

An dieser Stelle der Tipp: Versucht einige Worte wie "Bitte", "Danke", "Guten Tag" usw auf vietnamesisch. Auch wenn sie sicher in den vietnamesischen Ohren total falsch klingen, versteht man deren Sinn freut sich und die Menschen öffnen sich.
Gegen 22 Uhr gleich einzuschlafen war nicht schwer, denn es lag wieder ein wunderbarer erlebnisreicher Tag hinter uns und am nächsten Morgen um 7.30 Uhr sollte unser nächster Trip in den Cuc Phuong Nationalpark starten.