Busfahrt nach Lhasa - 260 km

Morgens starteten wir von Gyangtze unsere letzte Etappe nach Lhasa. Auch hier gab es wieder viel zu sehen. Besonders beeindruckend waren der Yamdrok-Tso See auf 4.441 Meter, mit einer Fläche von rund 640 km² sowie der Kama-la-Pass auf 4.794 Meter Höhe.

Lhasa

Lhasa liegt auf einer Höhe von 3.600 Metern und ist die Hauptstadt von Tibet, welches von China als autonomes Gebiet verwaltet wird. Die 475.000 Einwohner sind zu einem Drittel Chinesen.
Im 7. Jarhundert wurden hier der Jokhang-Tempel und einige andere gegründet. Im 15. Jahrhundert wurden in der Umgebung drei Klöster erbaut.

Der Stadtkern von Lhasa ist überschaubar und kann bequem zu Fuß besichtigt werden. Interessant ist das Leben in den Hinterhöfen, wo die Männer am Nachmittag ihre Zeit mit Spielen verbringen. Auch ein Besuch in einer der preiswerten kleinen Garküchen ist ein Erlebnis.

Barkhor-Markt

Der Barkhor ist eine belebte gepflasterte Straße rund um den Jokhang-Tempel in der Altstadt Lhasas, wo man an zahlreichen farbenfrohen Ständen tibetisches Kunstgewerbe bestaunen und kaufen kann. 

Jokhang-Tempel

Der Jokhang-Tempel ist das wichtigste Heiligtum in Lhasa, zu dem jeder Tibeter möglichst einmal im Leben pilgern sollte. Er wurde zwischen 642 und 653 gebaut und im 14. Jahrhundert erweitert.
Während der Kulturrevolution wurde er jedoch geplündert und diente der Armee als Quartier und Kino.
Täglich umrunden den Palast Hunderte von Pilgern mit ihren Gebetsmühlen.

Potala-Palast

Der Potala-Palast war von 1642–1959 Residenz der Dalai Lamasund liegt auf einem Berg 130 Meter über der Stadt. Er überstand die Kulturrevolution, da er als Unterkunft der Armee diente. Jetzt ist er ein Museum genutzt und ist eine der wichtigsten Pilgerstätten der Buddhisten.

Drepung-Kloster

Das 10 km von Lhasa gelegene Drepung-Kloster wurde 1416 als ehemalige Residenz des Dalai Lama gegründet und hatte dadurch eine wichtige Bedeutung.
Als 1912 der 13. Dalai Lama alle Chinesen aus Tibet zu vertreiben wollte, stellten sich die Mönche von Drepung gegen den Dalai Lama und Tausende von ihnen wurden von der Regierung in Lhasa bestraft.
Vor 1959 war das Drepung-Kloster mit über 10.000 Mönchen das größte Kloster Tibets, heute leben dort etwa 700.