Esquel

Sonnabend, 19. Januar 2008

Nach dem 8 Uhr-Frühstück und einem Besuch der lokalen Reiseagentur (Sonia musste noch irgendetwas klären) hieß es: Ruta 40 – wir kommen!!!

Diese legendäre Straße kann man mit der „Road 66“ in den USA vergleichen – oder vielleicht doch nicht???

Mit einem Kleinbus (wieder 14 Sitzplätze; wieder eine Klimaanlage, die nicht individuell reguliert werden konnte) ging es zum nächsten Reiseziel in Richtung Süden: zum Nationalpark Los Alerces.
Gutes Wetter, wie alle Tage und beste Laune waren unsere Begleiter. Doch als sich die Ruta 40 in eine üble Schotterpiste verwandelte, war es mit der guten Laune vorbei. Im Schneckentempo legten wir die vielen Kilometer durch die endlosen Weiten Patagoniens zurück.

Ein Zwischenstopp im Hippie-Dorf Bolson (12.45 Uhr), wo wir den Markt besuchten (leckere Süßkirschen!!!) und in der örtlichen Brauerei eine fast zünftige Bayerische Brotzeit mit anschließender Pizza einnahmen, brachte zwar etwas Abwechslung aber das sehr lange Warten auf das Essen in dem total stickigem Zelt war ganz schön nervig.

19.30 Uhr waren wir dann am Ziel angelangt, der Hosteria „Cume Hue“ direkt am malerischen Lago Verde. Dort mussten einige von uns aus Mangel an Zweibettzimmern zu dritt ein Zimmer beziehen. Nach dem langen Sitzen im engen Bus war ein ausgedehnter Spaziergang am wunderschönen Ufer dieses Sees gerade das Richtige. Die hausgemachte Pizza und das Lamm mit Gemüse schmeckten um 21 Uhr allen. 23 Uhr lagen wir dann erschöpft im Bett. Duschen war in Etappen angesagt, da das Wasser zwischendurch wieder aufgewärmt werden musste. Strom erzeugte ein Generator, da dieser Ort nicht an das öffentliche Netz angeschlossen war. Es war aber ein durchaus angenehmer Aufenthalt in der wunderschön gelegenen Hosteria.

Sonntag, 20. Januar 2008

Nach dem 9 Uhr-Frühstück verbrachten wir den Vormittag mit einer sehr erholsamen Wanderung am Ufer des Sees. Die dekorativen rötlichen Bäume und die schneebedeckten Berge am Horizont boten unzählige Fotomotive. 13.30 Uhr fuhren wir zum Nationalpark Los Alerces. Nach Sonia (Auskunft der Agentur) sollte das Boot, zu dem noch eine ganze Strecke durch den Wald zu laufen war, um 14.30 Uhr ablegen. Bei Ankunft des Busses kurz vor 14 Uhr erfuhren wir, dass das Boot schon 14 Uhr ablegt. Also wurde aus der angekündigten gemütlichen Waldwanderung ein wahnsinniges Gerenne auf dem sonst so beschaulichen und nicht enden wollenden Waldweg.

Das Boot wartete glücklicherweise auf die letzten unserer Gruppe und legte 14.15 Uhr ab. Die einstündige Fahrt führte an Gletschern vorbei zum Ausgangspunkt einer Wanderung durch den urigen Wald mit ziemlich ausführlichen Erklärungen des spanisch sprechenden Guides (Sonia übersetzte). 18.30 Uhr fuhr das Boot zurück und wir konnten den Waldweg entlang des Flusses nun gemütlich zurücklegen. Kurz vor 21 Uhr erreichten wir unsere Unterkunft, wurden mit Spinat-Lasagne, Hühnchen mit Kartoffelpüree und Himbeerkuchen verpflegt (alles frisch zubereitet) und lagen 23 Uhr ermattet im Bett.