Donnerstag 22.11.18 - Fahrt zur Insel Don Khong im Mekong-Delta (320 km)

Nach der Abfahrt um 8.00 Uhr stoppte der Bus plötzlich ohne „Vorwarnung“ nach der Mautstelle vor dem Ort Phaphin. Am Straßenrand grillten Frauen in etwa 30 cm langen Bambusröhren Klebreis und boten diesen zum Verkauf an. Khamchan wollte uns diesen „Leckerbissen“ nicht vorenthalten und nach anfänglicher Skepsis probierten wir diese ungewöhnlich zubereitete Speise – LECKER!!!

Um 10 Uhr erreichten wir den Tempelkomplex „Wat Phou“. Er ist das Erbe der Khmer und damit die bedeutendste historische Anlage von Laos.

Mit Tuk-Tuks würden wir zum Eingang der Anlage gefahren.
Über den von hohen Bäumen beschatteten Pavillons, dem Shiva-Lingam Heiligtum, der Heiligen Quelle und dem rätselhaften Krokodil- und Elefantenstein liegt eine fast mystische Atmosphäre.
Der Tempel wurde ab Mitte des 5. Jahrhunderts zu rituellen Zwecken genutzt. Er wurde 2001 von der UNESCO zur Weltkulterbestätte erklärt.

Der Aufstieg über die zum Teil verrutschten und erodierten Treppen war schweißtreibend aber lohnenswert. Auf allen drei Ebenen boten sich herrliche Fotomotive und Ausblicke.

Nach dem Mittagessen in einem Nudelrestaurant (wo sonst?!) mit viel frischem Salat wurde unsere Weiterreise durch ein weiteres Highlight unterbrochen – den „Khone Pha Pheng“-Wasserfall.
Hier brechen pro Sekunde eine Million Liter Wasser über die Felsen. Der Anblick war spektakulär; besonders reizvoll beim Sonnenuntergang.

Um 18 Uhr erreichten wir im Dunkeln das Hotel „Pon Arena“ auf der Insel Don Khong. Nach dem Beziehen des Zimmers im Erdgeschoss suchten wir uns ein Restaurant in der Nähe.
Im "Pon's Riverside" fanden wir einen schönen Platz direkt am Wasser. Das Abendessen schmeckte köstlich und rundete den erlebnisreichen Tag ab.

Freitag 23.11.18 – Mekong-Inseln und Mekong-Fälle

Kurz vor dem Frühstück um 7.30 Uhr war plötzlich in ganzen Ort Stromausfall. Das Restaurant machte den Generator klar und das Frühstück war gerettet.
Kurz nach 8 Uhr fuhren wir mit kleinen Booten auf dem mächtigen Mekong entlang zur Insel Don Det. Die Gegend wird „Si Phan Don“ genannt, was „4.000 Inseln“ bedeutet.

In Don Det stiegen wir auf Fahrräder um, die allesamt zu klein waren und mit denen man nur sehr unsicher auf den holprigen und steinigen Wegen fahren konnte.
Eine erneute Bootsfahrt brachte uns zu Stromschnellen auf die Insel Ban Hang Khone. Mit etwas Glück kann man dort die vom Aussterben bedrohten Fluss-Delphine beobachten.
Wir hatten Glück! In einiger Entfernung konnten wir drei Delphine immer nur sehr kurz auftauchen sehen.

Unser nächstes Ziel war der Wasserfall „Sompamit“ bzw. „Liphi“, was so viel bedeutet wie „Seelenfalle“. Nach dem grandiosen Anblick des gestrigen Wasserfalls hatten wir keine großen Erwartungen und waren überrascht, dass diese Wasserfälle mindestens genauso imposant waren.

Das Mittagessen im Tukta Restaurant hatten wir bereits vor Antritt der Fahrradtour bestellt und konnten es 15 Uhr essen. Danach gaben wir die Fahrräder ab und stiegen wieder in die Boote.

Die anschließende Bootsfahrt zurück war abwechslungsreich; planschende Kinder, Wäsche waschende Frauen, Schweine wurde gebadet – Laos pur!

Vor dem Abendessen statteten wir noch dem kleinen Nachtmarkt des Ortes einen Besuch ab.
Wir gingen danach in das gleiche Restaurant wie am Vorabend. Monika hatte einen wunderbaren ganzen Fisch aus dem Mekong und ich bestellte mir Laap, das laotische Nationalgericht.
Die Mischung aus Fleisch, Fisch, Minze, Zitronensaft und Chilis hat mich nicht ganz überzeugen können. Aber probieren musste ich es!

Samstag 24.11.18 – Ein Tag Freizeit

Wir wollten diesen Tag ganz ruhig angehen und beschlossen, erst 9.30 Uhr zum Frühstück zu gehen. Doch leider war die „breakfest time“ bereits um 9 Uhr beendet.
Extra für uns wurde nochmal aufgetischt und so konnten wir den Tag mit einem leckeren Frühstück auf der Hotelterrasse beginnen und den Fischern beim Netze auswerfen zusehen.

Auf eine Boots- oder Fahrradtour hatten wir keine Lust und so beschlossen wir, uns die Sehenswürdigkeiten des Ortes zu Fuß anzuschauen; eine gute Idee, denn alles Sehenswerte war nicht weit und fußläufig gut zu erreichen.
Auch heute kam es immer wieder zu Stromausfällen, da auf der Insel die alten maroden Strommasten durch neue ersetzt wurden.

Unser erstes Ziel war das Wat „Phouang Keo“ mit seinem wunderschön in der Sonne glänzenden goldenen Buddha.
Der danach geplante Gang zum Geldautomaten erwies sich als zwecklos, denn ohne Strom ging da auch nichts.

Anschließend tranken wir in einem kleinen Wirtshaus eine Cola, denn heute meinte es die Sonne besonders gut. Nach der Trinkpause spazierten wir in aller Ruhe weiter zum „Jom Thong“, dem ältesten Wat des Ortes.
Hier gefielen uns besonders die wunderschönen alten Holzschnitzereien an den Türen und Fensterläden.
Der alte, ziemlich verfallene Tempel, der aber immer noch von Mönchen bewohnt war, strahlte eine besondere Ruhe und Würde aus.

Nach dem Mittagessen war Entspannung im hoteleigenen Pool angesagt; ein irrer Anblick, wenn sich optisch das Poolwasser mit dem Mekong vermischt!
Am späten Nachmittag und pünktlich zum Sonnenuntergang machten wir einen längeren Spaziergang zum Wat „Ban Na“.

Um 19.00 Uhr traf sich die gesamte Gruppe zum gemeinsamen Abschiedsessen im "Pon's Riverside".

Sonntag 25.11.18 - Nach Thailand zum Airport Ubon Ratchatani (300 km)

Es hieß Abschied nehmen von Laos.
Mit dem Bus ging es 8.30 Uhr in Richtung thailändischer Grenze. Nach 30 Minuten wurde ein kurzer Stopp für ein Foto des großen Buddhas auf einem Berg eingelegt und Mittagspause machten wir in Pakse.

Dort verabschiedeten wir uns alle herzlich von Khamchan. Er war uns in den vergangenen Tagen mit seiner freundlichen und offenen Art sehr ans Herz gewachsen.

An der Grenze angekommen, mussten wir mit unserem Reisepass aus dem Bus steigen, durch die Grenzkontrolle gehen und auf thailändischer Seite wieder einsteigen.
In Ubon Ratchatani hatten wir noch Zeit bis uns der Bus zum Flughafen brachte. Wir schlenderten über den Wochenmarkt, der sich aber nicht wesentlich von den Märkten in Laos unterschied.

Um 19.40 Uhr startete unser Flug nach Bangkok und von dort 22.55 Uhr der Flug nach Frankfurt, wo wir am nächsten Morgen pünktlich und wohlbehalten um 6 Uhr landeten.

Resümee:

Unsere Erwartungen wurden komplett erfüllt. Das abwechslungsreiche Programm mit Busfahrten, Boots- und Fahrradtouren, Wanderungen in der tropischen Natur und ganz besonders zu erwähnen mit unserem Reiseleiter Khamchan macht diese Reise unvergesslich.
Er hat ein paar Jahre in Deutschland (speziell in Halle - Sachsen-Anhalt) gelebt und dementsprechend gut sind seine Deutschkenntnisse. Er kann deshalb auch gut die Mentalität der deutschen Touristen einschätzen.

Khamchan hat uns auf ganz natürliche, ehrliche und humoristische Art sein Land vorgestellt. Er hat viel Insiderwissen vermittelt und uns auch einen Einblick in sein früheres, turbulentes Leben gewährt.
Durch ihn haben wir Laos mit seinen Menschen, dem gelebten Buddhismus und der grandiosen Natur lieben gelernt.
Auch die Reisegruppe hat sehr gut harmoniert, was nicht unbedeutend für eine gelungene Reise ist!

Übrigens: Der Ausspruch "einfach so" stammte aus einer Story, die uns Khamchan erzählte und diese zwei Worte haben während der Reise immer wieder viel Schmunzeln verursacht.

Danke, für die schöne Zeit. Es war toll - "einfach so"!