10.03.17 Zum Wave Rock nach Hyden

Nach einer angenehmen Nacht und dem kleinen Frühstück im Motelrestaurant, wo wir wieder nett bedient wurden, starteten wir 8 Uhr nach Hyden, um uns dort den berühmten Wave Rock anzusehen. Es war eine angenehme Strecke bei schönem Wetter. Unterwegs mussten wir in Brookton tanken und wechselten uns beim Fahren ab. Wir machten auch einige Stopps auf der Strecke, um uns die herrlichen Bäume zu betrachten.

Gegen 13 Uhr erreichten wir das Waverock Hotel im kleinen Ort Hyden und bekamen dort ein schönes Zimmer. WLAN konnte man allerdings hier leider nur im Restaurant empfangen. Wir zögerten nicht lange und machten uns gleich auf den Weg zum Wave Rock, denn die Sonne stand gerade günstig. Der Weg dorthin ist sehr gut ausgeschildert.

Zuerst fuhren wir 5 Minuten bis auf den Parkplatz zum Hippo's Yawn, einem weniger bekannten Felsen in der Nähe des Wave Rock. Er heißt so, weil er einem gähnenden Flusspferd sehr ähnlich sieht. Wir hatten Glück, dass wir wieder fast die einzigen Besucher waren und so konnten wir alles in Ruhe besichtigen und fotografieren.

Ein schmaler Wanderweg führte uns dann in 15 Minuten an einer hohen Felswand entlang direkt zum Wave Rock. Dieser fast 3 Milliarden Jahre alte Granitfelsen ist 15 Meter hoch und 110 Meter lang und wurde im Laufe der Zeit von der Witterung zu einer imposanten Welle geformt. Als wir darunter standen, kam sie uns viel größer vor, als wir es uns vorgestellt hatten.

Ein weiterer Höhepunkt war danach das Plateau auf dem Felsen, das man über eine stabil gebaute Treppe an der Seite des Felsens erreichen kann. Hier gelangt man zu einer Gruppe großer Felsstücke, die es sich ebenfalls lohnt, aus der Nähe zu betrachten. Ein ausgeschilderter Rundwanderweg, auf dem man mehrere gute Aussichten auf die Umgebung hat, führt auf der Plattform wieder zurück zur Treppe.

Nach dem Rückweg zum Hippo's Yawn fuhren wir weiter in nördlicher Richtung zur 18 km entfernten Mulka's Cave und den Humps. Die Höhle ist vom Parkplatz aus auf einem kurzen Weg zu erreichen.
Einer Legende der Aborigines nach, lebte hier Mulka, ein unehelicher Sohn, der von den Göttern deshalb mit Schielen gestraft wurde, wodurch er mit seinem Speer nicht richtig zielen konnte. Es Frust darüber, fing er Kinder ein und fraß sie in der Höhle auf. Dort kann man noch heute seine Handabdrücke an den Wänden sehen.

Von der Höhle aus wanderten wir auf einem kurzen Rundweg, auf dem man unterwegs die "Humps" findet. Das sind große Felsbuckel, die stellenweise aus dem Erdboden ragen. Auch hier schützten wir unsere Gesichter wieder wegen Hunderter von Buschfliegen mit den praktischen Netzen.

Als wir gegen 17.30 Uhr von unserer Tour zurück ins Hotel kamen, machten wir uns frisch und gingen danach 18.30 Uhr ins Bush Bistro des Hotels. Dort stutzten wir anfangs, als wir mehrere Gäste um einen großen Grill stehen sahen.
Dann bekamen wir mit, dass man sich hier zuerst sein Fleisch an der Theke aussuchen muss, danach bezahlt und es sich dann selbst grillen kann. Am umfangreichen Salatbuffet sucht man sich dann noch Gemüse und andere Beilagen aus.
Da die Australier alle leidenschaftliche Barbecue-Fans sind, war dies eine praktische Einrichtung.

Wir wählten uns Rind und Lamm aus und warteten, bis genügend Platz am Grill frei wurde - dann legten wir los. Zum Fleisch konnte man sich verschiedenen Grillsoßen aussuchen. Diese Art der Zubereitung hat uns ausgezeichnet gefallen und auch sehr lecker geschmeckt.
Im Anschluss tranken wir in der gemütlichen Sitzecke ein Glas Wein und benutzten das WLAN, bevor wir uns zur Nachtruhe begaben.

11.03.17 An die Südküste nach Albany

Nachdem unserem Frühstück im Zimmer fuhren wir 8.15 Uhr an die Tankstelle und besorgten Geld am Automaten. Danach fuhren wir an die Südküste nach Albany. Unterwegs machten wir an einem Salzsee Halt, von denen es hier sehr viele gab. Im kleinen Ort Pingrup war dann die nächste Pause, damit wir uns die Füße vertreten konnten.

Gegen 13 Uhr erreichten wir unser Ziel in Albany, die Albany Holiday Units. Dort steckte ein Kuvert mit Monikas Namen an der Tür zur Rezeption, denn es war keiner im Büro. Es stand auch ein Schild an der Straße, dass das Motel zum Verkauf angeboten sei.
Unser Zimmer war sehr schön und wieder mit allem ausgestattet. Auch der WLAN-Empfang war gut und schnell.

Nach einem kurzen Lunch fuhren wir in den Torndirrup Nationalpark. Sehr beeindruckend waren hier der Albany Gap und die Natural Bridge. Die gesamte Anlage war erst kürzlich aufwändig neu gestaltet worden. Gewaltig war der lange Ausleger aus Edelstahl, von dem man hinunter in die tosende Gischt des Gap sehen kann. Der durchsichtige Boden ist allerdings für nicht schwindelfreie Leute etwas ungewohnt.

Am späten Nachmittag waren wir zurück in der Unterkunft und nach einer Dusche machten wir abends einen kleinen Spaziergang zum Fischrestaurant "Hooked" am Middleton Beach, um Fish & Ships zu essen.

12.03.17 Weiter nach Busselton

Nach dem Frühstück gaben wir die heutigen Ziele in das Smartphone-App ein und verließen 8 Uhr das Motel. Wir hatten ja vor drei Tagen die ursprünglich gebuchte Unterkunft in Nannup storniert und eine neue in Busselton gebucht. Zuerst mussten wir wieder mal Tanken - hier wurden wir das erste Mal von einem jungen Mann bedient.

Danach fuhren wir ca. 50 km weiter bis nach Denmark. Unterwegs sahen wir an einem Feldweg die für Australien typischen lustigen Briefkästen, die aus allen möglichen Behältnissen zusammengebaut sind. Auf Kängurus, die vor unserem Auto über die Straße hüpften, mussten wir auch immer wieder aufpassen und teilweise heftig bremsen.
Der Inlet Drive im sehr angenehmen Ferienort Denmark ist eine sehr schöne Strecke, von der man schöne Aussichten genießen kann.
In einer idyllischen kleinen Bucht machten wir eine kurze Verschnaufpause und beobachteten die Pelikane und Ibisse.

Nach weiteren 15 km erreichten wir die Elephant Rocks im William Bay National Park, die sich als ein weiterer Höhepunkt unserer Reise entpuppten. Das Wetter war ideal und der Anblick der Bucht mit dem kristallklaren Wasser, umgeben von imposanten Granitfelsen, einfach umwerfend.
Der benachbarte Greens Pool war ein Strand wie auf der Postkarte und wir kamen nicht umhin, zurück zum Parkplatz zu gehen und unsere Badesachen anzuziehen. Das anschließende Bad in dem herrlichen Wasser war eine Wohltat und willkommene Erfrischung.

11.30 Uhr nahmen wir Abschied von diesem schönen Strand und fuhren weiter in Richtung Valley of the Giants, dem Tal der Riesen. Dieses im Walpole-Nornalup-Nationalpark gelegene Tal ist bekannt durch eines der letzten größeren Vorkommen des Karribaums und des "Red-Tingle", beides sind Arten sehr hoch wachsender Eukalyptusbäume, die hier früher abgeholzt wurden.
Auf dem Tree Top Walk kann man aus 40 Metern Höhe die imposanten Baumriesen bewundern. Es führt ebenfalls ein Wanderweg am Fuße der Bäume entlang, der nicht weniger beeindruckend ist. Zum Abschluss kauften wir im Visitor Center zwei große Garnierbretter als Souvenir.

Als wir die letzte Etappe der Tagestour in Angriff nahmen, mussten wir wieder sehr auf über die Straße hüpfende Kängurus achten. Dazu kam noch zeitweise ein leichter Nieselregen. Diese Strecke war mit Sicherheit die tierreichste auf unserer gesamten Tour und um diese Nachmittagszeit waren die Tiere am aktivsten. Auf den Wiesen konnten wir viele Emus und Kängurus bei ihrem Abendessen beobachten.

Gegen 17.45 Uhr erreichten wir bei trübem Wetter das Bayview Geographe Resort Busselton, es liegt am Rande des Ortes an einem sehr schönen Strand. Unser Zimmer war sehr einfach eingerichtet, aber sonst ganz okay.

Zum Abendessen fuhren wir 4 km zurück in den Ort ins Thailändische Restaurant "Thai Lemon Gras", wo für für 50 AUD ein sehr leckeres Essen serviert bekamen. Hier mussten wir zum ersten Mal nicht gleich nach der Bestellung zahlen, sondern wie in Deutschland vor dem Verlassen des Lokals.
Ganz in der Nähe schauten wir uns anschließend am Strand bei Dunkelheit die beleuchtete Jetty an. Dabei bemerkte ich, dass ich meine Jacke beim Thailänder hatte hängen gelassen und wir fuhren das kurze Stück zurück.
Der wieder einsetzende Nieselregen beendete dann unsere heutigen Aktivitäten und wir ruhten uns im Zimmer bei gutem WLAN-Empfang aus.