05.09.2014 - Flug nach Cuzco

Unser Flug startet pünktlich und um 11 Uhr erreichten wir Cuzco. Diese ehemalige Inka-Hauptstadt sollte für die nächsten Tage der Ausgangspunkt für verschiedene Ziele in der Umgebung sein.

Am Flughafen wartete bereits unser lokaler Reiseleiter Marco und begleitete unsere Gruppe im Bus zum Hotel "Residencia del Sol" im Zentrum der Altstadt. Die 3.400 Meter Höhe, in der wir uns nun befanden, waren auf jeden Fall zu spüren, denn der Sauerstoffanteil der Luft war hier bedeutend geringer als in Lima.

Um 12 Uhr erreichten wir das gemütliche Hotel und nach dem schnellen Check-in machten wir uns auf die Suche nach einem Mittagessen. Eine schmackhafte Hühnersuppe und einen für die Höhe guttuenden Matetee fanden wir gleich um die Ecke im "Restaurant Perk'as".

Unsere gemeinsame entspannte Citytour begann um 14 Uhr. Wir besuchten den Plaza de Armas, die Kathedrale und den Coricancha-Tempel. Er ist der wichtigste Tempel im der Inkas. Auf seinem Fundament wurde von den Spaniern das Dominikanerkloster Santo Domingo erbaut.

Nach dem Abendessen legten wir uns zur Ruhe, denn am nächsten Morgen gab es um 8 Uhr Frühstück.

06.09.2014 - Bus-Tagesfahrt zu den Ruinenstätten

Heute Morgen wurden wir zur Haltestelle für den öffentlichen Bus gebracht, um zu einigen historischen Ruinenstätten zu fahren. Den Rückweg wollten wir in sechs Stunden zu Fuß zurücklegen.

Die Bushaltestelle war genauso abgewirtschaftet wie der Bus und die Toilette nur für Notfälle zu empfehlen. Wir wurden nach einiger Wartezeit (denn die Uhren ticken in Südamerika anders als in Europa) in einer halben Stunde sicher zu unserem ersten Ziel acht Kilometer nördlich von Cuzco gebracht.

Tambomachay (Bad der Inkas)

Nach dem Eingangstor läuft man einen Weg entlang, an dem Frauen mit Lamas ihre gewebten und gestrickten Wollerzeugnisse anbieten, bevor man zum eigentlichen Ziel gelangt. Die Anlage besteht aus vier Terrassen, in denen das Wasser durch kleine in den Fels gehauene Kanäle geleitet wird. Sie wurde natürlich komplett neu aufgebaut, denn es waren nur noch einige Nischen im Mauerwerk sowie Wasserrinnen und das Wasserbecken erhalten.

Puka Pukara

Kurz vor 11 Uhr spazierten wir zu der in unmittelbarer Nähe befindlichen Ruine der kleinen Inkafestung Puka Pukara.

Diese Anlage hat vermutlich als Militärquartier gedient, da man von der kleinen Anhöhe, auf der sie steht, eine gute Aussicht hat. Die für den Bau verwendeten Steine sind nicht so gleichmäßig behauen und geformt, wie an vielen anderen Orten. Wir zwängten uns durch einige enge steinerne Gänge und wanderten dann weiter durch saubere kleine Dörfer mit ihren aus Lehmziegeln gebauten Häuschen. Die Wände waren oft mit farbigen Handabdrücken verziert und auf den meisten Dächern waren als Glücksbringer zwei kleine Ochsen und Krüge aus gebranntem Ton angebracht.

Wir bestaunten auch die vor den Häusern stehenden Lehmöfen, mit denen hier auf einfache Art und Weise das Essen zubereitet wird.
Eine knappe Stunde später erreichten wir direkt an der Straße einen Aussichtspunkt, von welchem man einen wunderbaren Ausblick auf die Berge hatte. Hier befand sich ein kleines Wirtshaus, in dem wir uns von der Wanderung erfrischen konnten. Obwohl wir sehr langsam unterwegs gewesen waren, machte sich die Höhe doch ziemlich bemerkbar und nach ein paar Stufen fingen wir schon an, nach Luft zu schnappen. Einige Teilnehmer unserer Gruppe hatten auch mit Nasenbluten zu kämpfen.

Sacsayhuamán

Die weitere Wanderung führte uns bergab über Wiesen und vorbei an einigen einfachen Häuschen in Richtung der archäologischen Anlage Sacsayhuamán.

Wir kamen gegen 14 Uhr dort an und bewunderten schon von weitem die imposante Anlage. Sie hat wahrscheinlich im Wesentlichen zu Repräsentationszwecken gedient und sollte nebenbei als militärische Anlage die Stadt beschützen. Wie viele andere Anlagen wurde sie während der spanischen Eroberung zu großen Teilen zerstört. Später wurde sie auch durch einige Erdbeben weiter beschädigt.

Während unsere Gruppe einen starken Regenschauer unter nur drei mitgebrachten Regenschirmen abwarten musste, beeindruckten uns die übereinander erbauten 600 Meter langen zickzackförmigen Mauern. Die Steine waren so bearbeitet, dass sie fugenlos aneinander passten, was wir auch später an anderen Mauern gut erkennen konnten.
Besonders imposant war der mit 9 Metern Höhe größte Stein der Mauer, welcher immerhin eine unvorstellbare Masse von über 200 Tonnen auf die Waage bringt.

Von hier aus waren es nur noch drei Kilometer bis zurück nach Cuzco und so kamen wir nach dem sehr schönen Spaziergang 15 Uhr im Hotel an.
Eine halbe Stunde später ließen wir uns im kleinen Lokal "Marios" eine gute Hühnersuppe schmecken und bummelten noch bis zum Abend durch die gemütliche Altstadt Cuzcos.