Coba

20. Januar 2016

Um 9 Uhr verließen wir das schöne Hotel in Valladolid. Heute sollte unsere Rundreise enden. Doch noch stand eine Ruinenstätte auf dem Programm, nämlich Coba.

Doch zuvor konnten wir noch den einheimischen lokalen Markt in Valladolid besuchen. Er befand sich in einer Markthalle, an deren Außenseien zusätzlich viel kleine Stände mit Obst und Gemüse auf dem Betonfußboden unter den Arkaden aufgebaut waren.
In der Halle fanden wir Abteilungen mit Obst und Gemüse, Fleisch und Waren des täglichen Bedarfs.
Alles war sehr sauber und frisch und außen gab es auch kleine Garküchen, wo einige Einheimische frühstückten. Besonders interessant war die Fleischabteilung, wo teilweise die gesamten Innereien der Tiere hingen.

Coba

Um 11 Uhr erreichten wir Coba. Da die Ruinen sich ziemlich tief im Dschungel befinden, hatte man die Möglichkeit, eine Fahrradrikscha zu mieten und sich überall hin fahren zu lassen, was Monika und ich auch nutzten. Man hätte auch selbst mit einem Fahrrad fahren können, aber wir wollten unserem jungen Fahrer sein Trinkgeld nicht vorenthalten.

Cobá liegt an einigen Seen in denen es viele Krokodile gibt, von denen wir auch einige in der Laguna Cobá direkt am Eingang sehen konnten. Die Ruinenstätte ist zwar weitgehend erforscht, aber aus Geldmangel liegt der größte Teil noch unter den Dschungel begraben.
Es gibt hier viele Wege, zwei Pyramiden, den obligatorischen Ballspielplatz und viele kleinere wenig restaurierte Bauten, was der Stätte aber ihren besonderen Charm verleiht.
Man findet unterwegs auch einige Stelen und Platten mit Hieroglyphen.
In Coba darf man die große Pyramide auch noch besteigen. In der Mitte der Treppe ist zur Sicherheit ein Seil befestigt, an dem man sich im Notfall festhalten kann, was besonders beim schwierigeren Abstieg hilfreich ist.
Ich bewältigte den Aufstieg war relativ schnell und ogen angekommen bot sich mir eine sehr schöne Aussicht über den Dschungel. Auch der Weg nach unten war ohne Seil relativ leicht und sicher, da keiner drängelte. Bei großer Hitze und vielen Menschen kann es aber sicher gefährlich werden.

Nachdem uns unser Rikschafahrer kurz vor dem Ausgang abgesetzt hatte, liefen wir das letzte Stück durch den Dschungel zu Füß und sahen plötzlich neben uns am Fuße eines Baumes den Kopf einer Boa aus dem mit Laub schauen. An einigen Stellen konnte man auch zwischen den Blättern ihren langen dicken Körper erblicken. So ein Tier hatten wir bisher nur hinter Glasscheiben im Zoo gesehen. Nachdem einige unvernünftige Leute zuviel Lärm machten, verzog sich die Schlange.

Nach einem Bummel durch die Souvenirstände vor dem Eingang verließen wir 12.45 Uhr Coba, um uns noch in der Nähe ein Mayadorf anzuschauen. Dort führte uns der Hausherr, ein Schamane, in seinen Hof. Dort stellten wir uns im Kreis auf und er und ein kleiner Junge (sicher mal später sein Nachfolger) führten unter den Klängen der von anderen Kindern gemachten Trommelklänge einen rituellen Tanz vor. Dann konnten wir uns die sehr einfache und ärmliche Behausung ansehen. Bemerkenswert waren einige Holzkisten, die als Bienenstöcke dienten. Man konnte sogar den selbst hergestellten Honig kaufen. Als Geschenke übergaben unsere Reiseleiterinnen Seifenstücke und Shampooflaschen, die wir unterwegs in den Hotels gesammelt hatten. Das Ganze war zwar ziemlich touristisch, aber wenn es den Menschen ein kleines Einkommen beschert, erfüllte es wenigstens einen guten Zweck.

Gegen 14 Uhr setzten wir die Fahrt zu den Badehotels fort.

Unsere Grupe wurde heute geteilt. Der erste Teil wurde in einem All Inclusive Badehotel abgesetzt. Die zweite Gruppe flog heute Abend zurück nach Deutschland, denn sie hatte vor Beginn unserer Reise schon eine Woche Kuba erlebt. Sie durften sich im Haus von Hilde und Maria frisch machen und umziehen. Sie wohnten unweit des Flughafens im Süden Cancuns. Wir warteten inzwischen bei Getränken und Keksen im Wohnzimmer auf die Weiterfahrt.

Anschließend verabschiedeten wir die Gruppe am Abflugterminal und danach wurde unser kleiner Rest von sechs Personen zum Badehotel gefahren.