Über die Needles nach Moab und zum Arch NP

Freitag, 11.8.2006

Nach dem Frühstück ging unsere Tour weiter Richtung Westen; gegen 12.00 Uhr überquerten wir die Grenze zu Utah. Einen Abstecher zu den Needles hatten wir nicht eingeplant, aber weil wir gut „in der Zeit lagen“, entschlossen wir uns dazu. Und bald nach dem wir nach Süden abgebogen waren, bot sich uns ein überwältigender Anblick – der Wilson-Arch. Unvorstellbar groß in seinen Ausmaßen zog er uns magisch an. Auf dem Kletterweg hinauf war Ehrfurcht vor der Natur das beherrschende Gefühl und Gänsehaut pur!!!

Die Zufahrtstraße zu den Needles im Canyonland-Nationalpark mit den Felsformationen erinnerte ganz stark an das Monument Vellay (waren wir 1998); kein Wunder, wir waren ja praktisch „um die Ecke“.

Der Newspaper-Rock, die Needles und die Elefantenfuß-Berge haben uns mächtig beeindruckt. Needles haben ihren Namen von rot und weiß gefärbten Felszacken, die man überall sieht. Außerdem gibt es aber noch weitere Felsformationen wie Canyons, Dolinen, Spalten und Steinbögen. Anders als im Arches Nationalpark liegen sie im Hinterland und sind nur mit Geländewagen oder über lange Wanderungen zu erreichen.
Die Pueblo-Indianer haben Spuren in Form von Petroglyphen hinterlassen. Die bekanntesten sind auf dem Newspaper Rock in der Nähe des Visitor Center am Eingang zu sehen. Der Abstecher in diese Wunderwelt der Felsgebilde hat sich wirklich gelohnt!

Auf dem Rückweg nach Moab sahen wir plötzlich rechts auf einem roten Sandsteinfelsen eine riesengroße Schrift „Hole n' the Rock“. Was war denn das? Hatten wir bisher in keinem Reiseführer oder Reisebericht gelesen. Auf die Bremse und ansehen. Im Außenbereich gab es einen kleinen Zoo und eine umfangreiche und sehr liebevoll bis ins Detail zusammengestellte Sammlung alter Gegenstände zu besichtigen;

Doch der absolute Clou war die komplette Wohnung im Fels, die ein gewisser Albert Christensen angelegt hat. Nach seinem Tod 1957, setzte seine Frau Gladys die Arbeit ihres Mannes fort und es entstanden insgesamt 14 Räume im Fels.

Das Grab von Albert und Gladys findet man in einer Felsnische. Diesen Stopp sollte man unbedingt einplanen.

Gegen 18.00 Uhr waren wir in Moab, checkten in die (Bighorn-Lodge) ein, machte eine Shoppingbummel und nahmen unser Dinner im gemütlichen Westernrestaurant "Eddie McStiff's" ein.

Danach entschlossen wir uns einen romantischen Abend bei einer Flasche Wein zu verbringen, denn es war unser Hochzeitstag. Doch das war nicht so einfach, denn gegessen hatten wir schon und in den USA bekommt man im Restaurant nur etwas zu trinken, wenn man auch Essen bestellt. Na und dann finde mal ein gemütliches Restaurant…
Nachdem wir die Hauptstraße in Moab mehrfach auf- und abgelaufen waren, entschieden wir uns für eine Art Pizzeria. Auf Plastikstühlen ließen wir uns Knoblauchbrot (Pflichtessen) und eine Flasche Wein schmecken. Die war noch nicht ganz leer, da wurden wir nach unserem Dessertwunsch gefragt. Als wir verneinten, lag fünf Sekunden später die Rechnung vor uns und die Kellnerin hatte einen Blick drauf wie "dann können Sie ja auch gehen…" – so viel zum Thema "Gemütlichkeit".

Sonnabend, 12.8.2006

Ein Highlight unserer Tour war der Arches-Nationalpark und deshalb hatten einen ganzen Tag dafür eingeplant. Nach dem Frühstück ging es 8.30 Uhr los. Wir machten Stopp am Balanced Rock, unternahmen eine zum Teil recht abenteuerliche Wanderung durch den Devils-Garden bis zum Doppel-O und dann begann der „Aufstieg“ zum Delicate-Arch. Es war inzwischen kurz nach Mittag; also machten wir uns in der größten Hitze auf den Weg. Insgesamt haben wir nur 50 Minuten für den Aufstieg gebraucht, doch es war ziemlich anstrengend. Aber der Anblick dieses kolossalen Felsbogens entschädigte für die Strapazen.

Jetzt war mir auch klar, warum dieser Felsen das Wahrzeichen Utahs ist. Diesen Auf- und Abstieg kann man nur mit ausreichend Wasser überstehen. Wir haben jeder zwei Liter gebraucht.
Zum Abschluss fuhren wir noch in die Fenstersektion und hielten einige Bogen digital fest.

Gegen 18.00 Uhr verließen wir mit vielen gigantischen Eindrücken den Park. Wer eine intensive Besichtigung plant, sollte mindestens einen bis eineinhalb Tage dafür vorsehen.
Nach einem Einkaufsbummel, Volltanken für die morgige Tour und einem Telefonat mit den Kindern in Atlanta ging es ins Bett.