13.03.17 Rückfahrt nach Perth

Geweckt wurden von Vogelrufen, die wie eine Sirene klangen. Das Frühstück konnten wir heute Morgen bei etwas besserem Wetter auf der Terrasse einnehmen. Das blieb einigen Enten und Vögeln nicht verborgen, so gab ich etwas von meinen Cornflakes ab.

Es folgte ein sehr schöner Morgen-Spaziergang an dem tollen Strand, der um diese Zeit noch ganz einsam war. Danach packten wir und planten den heutigen Nachmittag in Perth. Anschließend fuhren wir noch einmal zur Busselton Jetty, der mit 1,8 km längsten hölzernen Anlegestelle der Welt.
Sie wurde 1865 gebaut und mehrmals verlängert, um an der sehr flachen Küste die Schiffe mit Schnittholz beladen zu können.
Mittlerweile dient sie nur noch als Touristenattraktion. Man kann sich mit einer kleinen Eisenbahn bis zu einem Unterwasser-Observatorium an der Spitze der Jetty fahren lassen. Wir waren leider etwas zu zeitig dort, denn die Bahn fuhr erst ab 10 Uhr.

Wir statteten den laut kreischenden Papageien auf einem Baum am Strand noch einen einen Besuch ab und schauten zu, wie sie am Strand im feinen Sand nach einem Krabben-Frühstück suchten, was wir bisher nur von Möwen kannten. Wir sahen dort auch Nadelbäume mit sonderbaren großen stehenden Zapfen.

Nach dem obligatorischen Tankstellenbesuch machten wir uns auf den Rückweg nach Perth. Unterwegs passierten wir Bunbury, wo es ein großes Dolphin Discovery Center gibt. Monika hatte sich kurzfristig entschlossen, dort zu versuchen, mit einem Delpin zu schwimmen. An der Kasse erklärte man uns, dass das nur ganz früh ginge und man sich dafür rechtzeitig anmelden müsse - damit sparten wir 165 AUD.

In einer riesigen Raststätte von BP machten wir später Mittagspause. Im "Red Rooster" musste ein halbes Hähnchen dran glauben. Mittlerweile in Perth angekommen, fuhren wir zu dem Ziel, das ich mir am Morgen für den etwas trüben Nachmittag ausgesucht hatte - den West Australian Reptil Park.
Für 15 AUD pro Person kann man auf dem privaten Gelände viele der in Australien vorkommenden Reptilien sehen. Der Park liegt etwas Abseits im Norden von Perth in einer Nebenstraße und nach einigen Suchen fanden wir ihn auch. Der Besuch war sehr interessant und wir konnten sogar ausgiebig eine Carpet Python um den Hals tragen, die sich dann um den Körper wand. Monika musste am Ende von dem freundlichen Tierpfleger aus den Schlangenknoten befreit werden.

Auf dem Gelände konnten wir noch einige Sammlungen alter Gegenstände, wie Radios, Militärutensilien, Werkzeuge, Maschinen und vieles mehr besichtigen.

Danach bezogen wir zum dritten und letzten Mal die Toorak Lodge. Fürs Abendessen suchte ich uns auf Trip Advisor ein Restaurant in der Nähe und fand das Earth and Ocean ganz passend. Es hat uns dann sehr gut dort gefallen und auch lecker geschmeckt.
Zurück im Motel packte Monika die Koffer für den nächsten Tag, an dem wir abends zurück nach Deutschland fliegen mussten.

14.03.17 Fremantle City und Rückflug

Heute war der letzte Tag in Australien angebrochen. Wir hatten uns bei der Planung für einen späten Abflug entschieden, damit wir noch fast einen ganzen Tag etwas unternehmen konnten. Das Wetter war heiter und nicht mehr so heiß wie in den vergangenen Wochen. Also wurde es langsam Zeit, Abschied von down under zu nehmen und wieder an die kühleren Temperaturen in Deutschland zu denken.

Wir beschlossen, heute in die Hafenstadt Fremantle zu fahren, die gleich neben Perth liegt. Hier kann man viel Kultur erleben und einige von Gefangenen errichtete Gebäude aus der Kolonialzeit sehen.

Zuerst wollten wir das Grab von Bon Scott besuchen. Er war von 1974 bis zu seinem Tod 1980 der Sänger und Songwriter der australischen Band AC/DC. Nach langer Suche auf dem riesigen Friedhof und der Nachfrage in einem Café fanden wir es dann auch endlich. Es gibt an der Außenmauer einen extra Eingangsbogen. Das recht unscheinbare Urnengrab hätten wir auch fast übersehen. Jeden falls waren wir froh, als wir es gefunden hatten. Wir haben schon auf anderen Reisen die Gräber von Jimi Hendrix und Jim Morrison besucht.

Danach besuchten wir das Fremantle Prison, eines der ehemals berüchtigsten englischen Gefängnisse, das heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Dort kauften wir Tickets für eine interessante 45 minütige Führung, auf der wir vieles über den ehemaligen Tagesablauf erfuhren und die Höfe, Zellen und auch die Hinrichtungsstätte besichtigen konnten.

Danach suchten wir uns einen Parkplatz und bummelten durch den Ort. Die Fremantle Markets, die zu einer bekannten Touristenattraktion gehören, hatten heute leider geschlossen. So spazierten wir nur den „Cappuccino Strip“ mit seinen vielen Restaurants und Cafés entlang. Dann fuhren wir zum Hafen, aßen an einem Stand Fish and Ships und machten ein Foto von der Bon Scott-Statue.

Im West End von Fremantle findet man viele Gebäude aus der Kolonialzeit. Wir sahen uns auch das Round House an. Dieses älteste erhaltene Gebäude von West Australien wurde 1830/1831 als Gefängnis errichtet. Erst 1850, als ersten 75 Gefangenen aus Großbritannien ankamen, wurde es hier zu eng und die Gefangenen mussten das Fremantle Prison bauen, das wir zuvor besichtigt hatten.
Interessant war es, dem Künstler Horatio Birdbath zuzuschauen. Er ist ein berühmter Künstler der Stadt und bekannt für seine Schrulligkeit, den künstlerischen Lebensstil und den Sinn für Humor. Er arbeitete gerade an seinem sehr filigranen und extrem arbeitsaufwändigen Bild "Horatios Wall".

Am Nachmittag fuhren wir in den nordöstlich von Perth liegenden John Forrest Nationalpark. Zum Abschluss wollten wir im ältesten Nationalpark Australiens noch ein wenig Ruhe und Natur genießen. Vom Parkplatz aus wanderten wir den Weg zu den Nationalpark Falls, die aber leider keinen Tropfen Wasser führten und dann weiter zum Swan View Tunnel. Danach kehrten wir um und fuhren zum Airport. Dort gaben wir 19 Uhr bei Hertz den Mietwagen zurück und gingen zum Einchecken ins Terminal.

Um 22.05 Uhr hob unsere Maschine ab, landete 5.25 Uhr in Dubai und von dort ging es 8.40 Uhr weiter, bis wir 12.45 Uhr nach einem angenehmen aber langen Flug in Frankfurt landeten. Dort überbrückten wir die Zeit bis zu unserer Zugabfahrt 15.01 Uhr nach Leipzig in einem Café. Endlich kamen wir 18.42 Uhr auf dem Leipziger Hauptbahnhof an, wo uns unser Sohn abholte.


Damit ging eine interessante Reise zu Ende, auf der wir wunderschöne Natur erlebten sowie sehr nette und hilfsbereite Australier kennenlernten.

  • Die Unterkünfte waren sauber und bequem,
  • die Mietwagen haben uns sicher über die fast 6.000 Kilometer Straßen gefahren.
  • Wir hatten bis auf zwei Tage, wo es etwas trübe war, herrliches Wetter und konnten viele schöne Fotos machen.
  • Australien ist ein sehr schönes Land mit unendlicher Weite. Entfernungen, die auf der Karte wir ein Katzensprung wirken, können sich ganz schön hinziehen.
  • Die Preise sind fast alle höher als in Deutschland und
  • die Buschfliegen sind die größten Plagegeister, die wir bisher erlebt haben.

Ende