Santa Clara - 15.12.2014

Nach einer sehr angenehmen Woche im "Memories Caribe" galt es nun Abschied zu nehmen. Über Remedios ging die Reise nach Santa Clara wo wir noch eine Nacht verbringen konnten, bis es wieder zurück nach Deutschland gehen sollte. Da unser Reiseleiter inzwischen eine andere Gruppe übernommen hatte, begleitete uns diesmal eine Frau.

Unterwegs machten wir einen Mittags-Stopp auf einer Farm, wo wir etwas über das Leben der Farmer erfuhren und gezeigt bekamen, wie man mit lediglich zwei Seilen auf eine hohe Kokosnuss-Palme klettern kann.
In Remedios, einer der ältesten Städte Kubas, legten wir danach eine Pause ein und bummelten etwas durch die Straßen und Plätze, die aber weniger einladend waren es nach unserem Besuch in Trinidad natürlich auch schwer hatten, uns zu gefallen.

Schließlich erreichten wir die Che-Guevara-Stadt Santa Clara.
Am Anfang stand natürlich der obligatorische Besuch des Che-Guevara Mausoleums auf dem westlich der Stadt gelegenen Plaza de la Revolución. Als erstes sticht die sechs Meter hohe Bronzestatue Che Guevaras ins Auge.
Dann besuchten wir das Museum auf der Rückseite des Denkmals, in dem Bilder und persönliche Gegenstände Che Guevaras zu sehen sind. Er wird von den Kubanern sehr verehrt.

Gegen 17 Uhr erreichten wir das Hotel "La Granjita" ungefähr 5 km außerhalb von Santa Clara. Es befindet sich in einer sehr schönen Parkanlage mit Obstbäumen und Palmen abseits der Straße und man wohnt in wunderbar in die Natur eingepassten Bungalows. Sie waren geräumig, hatten aber kaum Platz zum Unterbringen von Sachen, was uns allerdings für die eine Nacht nicht sonderlich störte. Den restlichen Abend verbrachten wir im Hotel. Für den schönen Pool war es inzwischen zu dunkel und auch zu kühl geworden aber die Bar war auch okay.

Am nächsten Morgen machten wir eine kleine Stadtrundfahrt durch Santa Clara, bevor die letzte Bustour begann.

Zuerst besichtigten wir das "Monumento al Tren Blindado", das sich in einem kleinen Park befindet.
Hier fanden Ende Dezember 1958 entscheidende Kämpe zwischen dem Batista-Regime und der Rebellenarmee statt.
Che Guevara überfiel damals als Befehlshaber mit 18 weiteren Kämpfern einen Zug mit einer Waffenlieferung für die Armee. Drei Tage später wurde Santa Clara von den Rebellen eingenommen. Dies war ein Baustein für den späteren Sieg der Revolution, die dazu führte, dass im Januar 1959 der Diktator Batista aus Kuba flüchtete.
1997 wurden die bis dahin verschollenen Überreste Che Guevaras aus Bolivien nach Kuba überführt und hier zum Andenken an diese große Tat im dafür erbauten Mausoleum beigesetzt.

Wir konnten vier originale Waggons, einige Fotos, Reste der erbeuteten Waffen und auch den Bulldozer sehen, mit dem die Rebellen damals die Gleise zerstörten. Auch der Mäher, mit dem der Parkrasen gerade bearbeitet wurde, war sehr sehenswert.
Aber auch sonst ist Santa Clara ein beschauliches kleines Universitätsstädtchen mit gemütlichen Gassen. Der schön angelegte Parque Leonicio Videl lädt zum Verweilen ein und das Theater, die Kirche und auch Hotels aus dem 19. Jahrhundert sind gut erhalten.