27. März 2016 - Rückfahrt nach Addis Abeba

Am sehr frühen Morgen, nämlich um 6.30 Uhr begann unsere Rückfahrt nach Addis Abeba, um unsere Nordtour zu beenden.

Es boten sich während der Fahrt schöne Aussichten auf wundervolle Landschaften und viele Begegnungen mit netten äthiopischen Menschen, so dass die Fahrt überhaupt nicht langweilig wurde.
Manche zogen es zwar vor, im Bus ein Nickerchen zu machen, uns war es einfach zu interessant zum Schlafen.

Oft begegneten uns Männer mit umgehängten Gewehren oder Maschinenpistolen. Sven erklärte uns, dass bedingt durch den langen Bürgerkrieg in Äthiopien fast jede Familie mindestens eine Waffe besitzt und die Männer sie in der Öffentlichkeit einfach als Statussymbol tragen.
Beeindruckend waren auch immer wieder die Kühe mit riesigen Hörnern, die sehr oft unsere Straße kreuzten oder einfach vor unserem Bus herliefen. 

Toll war auch der Abstecher zum Senbete Markt, den jeden Sonntag Afar- und Oromo-Frauen mit geflochtenen Haaren, bunten Kleidern und prächtigen Kopftüchern besuchen. Dort gab es alles, was eine äthiopische Familie auf dem Lande braucht. Angefangen von Streichhölzern über Gemüse und Fleisch bis hin zum lebenden Kamel oder einer Schirm-Reparaturwerkstatt.

Kurz vor der Abfahrt fiel uns noch ein kleines Gebäude an der Straße vor dem Markt auf. Es entpuppte sich auf unsere Frage als eine kleine Krankenstation, die aus einem größeren Wartezimmer und einem winzigen Behandlungsraum bestand.
Dort übergaben wir einem Herrn unseren Beutel mit Medikamenten und Verbandsmaterial, denn bisher hatten wir vergeblich ein Krankenhaus öder ähnliches gesichtet.
Er verschwand damit und als er wiederkam, bat er Monika mitzukommen. Ich blieb inzwischen draußen, damit unser Bus nicht ohne uns abfährt. Man führte sie zum Arzt der sich wirklich sehr über das Mitgebrachte freute und ihr mehrfach die Hand schüttelte. Wir mussten uns danach beeilen, dass wir die Abfahrt nicht verpassten.

Am großen Afrikanischen Grabenbruch konnten wir dann den Inhalt unserer Lunchpakete verspeisen, das es hier in der Nähe keine geeignete Lokalität gab. Von dem Plateau hatte man eine tolle Aussicht in die Tiefe des Grabens.

16 Uhr erreichten wir das gleiche Hotel in Addis Abeba, in dem wir die erste Nacht geschlafen hatten. Gegen 18.30 Uhr fuhr uns der Bus zum Abschiedsessen in das traditionelle Restaurant "Bata" mit landestypischen Gerichten und Folklore.
Man gab sich Mühe aber es war uns zu touristisch und weniger nach unserem Geschmack.
Dafür sollte uns aber die vor uns liegende Woche in Süd-Äthiopien voll entschädigen.