06.03.17 Von Perth nach Geraldton

Um 7 Uhr standen wir auf, um das Auto zu packen und im Zimmer zu frühstücken. Danach bezahlten wir das Parkticket am Automaten und verließen das Hotel. Kurz vor 10 Uhr erreichten wir die Einfahrt zu den Pinnacles im Nambung National Park. Dort kauften wir ein Ticket für 12 AUD und erreichten nach einem kurzen Weg die ersten Kalksteinsäulen. Auf einer ungefähr vier Kilometer langen Piste aus gelbem Sand kann man mit dem Fahrzeug wunderbar auf mit Steinen gekennzeichneten Wegen fahren.

An vielen Punkten sind Buchten zum Anhalten und Aussteigen, um die unzähligen unterschiedlich geformten Felssäulen aus den gelben Sanddünen emporragen aus der Nähe zu betrachten und zu fotografieren. Wir hatten das Glück, dass es sonnig war und wenige Touristen da waren, da es noch relativ zeitig war und die Busse aus Perth erst später eintreffen.

Nach über einer Stunde fuhren wir weiter in Richtung Geraldton. Kurz vor dem Ziel stoppten wir am Leaning Tree, dem wohl bekanntesten der in dieser Gegend von den Südwinden auf die Seite gelegten Bäume. Diese sind so elastisch, dass sie nicht abgebrochen sind, sondern sich regelrecht verbogen haben und weiter wachsen.

Eine halbe Stunde später hatten wir die Abrolhos Reef Lodge erreicht. Der freundliche indisch anmutende Herr an der Rezeption gab uns den Schlüssel zu einer sehr schönen Wohneinheit. Nach dem Einräumen fuhren wir in das Ortszentrum um etwas zum Abendessen zu finden. Da heute in Australien der Labour Day also der Tag der Arbeit gefeiert wurde, hatten die meisten Geschäfte und Restaurants geschlossen.

Als wir in den Supermarkt IGA fuhren, um etwas einzukaufen, entdeckten wir gleich daneben das Restaurant "bite'z", es hatte geöffnet und wir bestellten uns Rippchen sowie Steak und Radler - beides war sehr lecker.

Danach kauften wir Lebensmittel ein und brachten sie in den Kühlschrank der Lodge. Anschließend fuhren wir noch einmal ins Zentrum. Zuerst besuchten wir die St. Francis Xavier Cathedral und danach auf einem Hügel das Denkmals für die Opfer der HMAS Sydney. Das war ein australisches Kreuzschiff, das 1941 im Zweiten Weltkrieg nach einem Gefecht mit dem deutschen Hilfskreuzer Kormoran in der Nähe von Geraldton sank.

Danach fuhren wir zu einem Bummel am sehr schönen Strand. Anschließend noch für die Weiterfahrt Tanken und danach in die Lodge, dort war leider das WLAN-Signal im Zimmer sehr schwach bis gar nicht vorhanden.

07.03.17 Weiterfahrt nach Denham

Heute starteten wir 8 Uhr zum Ort Denham am Shark Bay. Unterwegs machten wir einen Stopp am Billabong Roadhouse für eine Cola und einen Snack.
Unser erstes Ziel war der Hamelin Pool. In diesem Schutzgebiet wollten wir zwei Dinge sehen, zuerst eine Kolonie von Stromatolithen und danach den Shell Beach. Als wir an den Stromatolithen ausstiegen, wurden wir sofort von den nervigen Buschfliegen überfallen, die unbedingt in Augen, Nase, Ohren und Mund wollten. Also schnell die Netze über den Kopf gezogen, damit wir vor ihnen sicher waren.

Die Stromatolithen gehören zu den ältesten Lebensformen auf der Erde und haben heute nur noch an einigen wenigen Stellen überlebt, wie in Brasilien und Mexiko. Sie bestehen aus Kolonien von Cyanobakterien und haben schon vor 3,5 Milliarden Jahren auf der Erde existiert. Ein Umstand ihres Überlebens am Hamelin Pool ist der sehr hohe Salzgehalt des Wassers, der ihre natürlichen Feinde hier nicht existieren lässt.

Als schauten wir uns kurz den Strand vom Nanga Bay Resort an. Die große Anlage war momentan sehr schwach besucht, der Strand sehr breit und das Wasser spiegelklar. Interessant war auch die Emu-Familie, die wir außerhalb des Resorts erblickten. Die Tiere waren aber sehr scheu und ergriffen bei unserer Annäherung die Flucht.

Weiter ging es zum Shell Beach. Auch er ist eine Attraktion, denn hier haben sich vor ca. 6.000 Jahren auf einer Länge von fast 100 Kilometern Milliarden von Herzmuscheln bis zu 10 Meter hoch abgelagert und zu einem Sedimentgestein verfestigt. Sie wurden bis vor ungefähr 60 Jahren in Muschel-Steinbrüchen als billiges Baumaterial für Gebäude abgebaut.

In der Nähe des Wassers liegen die Muscheln noch locker aufeinander aber einige Meter landeinwärts ist daraus ein festes Gestein geworden.

Eine halbe Stunde später erreichten wir den Parkplatz vom Eagle Bluff. Das ist eine sehenswerte hohe Klippe mit Blick auf den Denham Sound. Hier hat man auf einem sehr stabil angelegten Weg entlang der Steilküste, atemberaubende Ausblicke über das Wasser. In dem recht flachen kristallklaren Wasser konnten wir einige Haie und Rochen erkennen.

Eine Viertelstunde später erreichten wir gegen 15 Uhr erreichten wir unsere Unterkunft im kleinen Badeort Denham, die Wildsights Beach Units. Den Schlüssel fanden wir, wie vorher verabredet unter der Fußmatte am Eingang. Die komplette kleine Wohnung war sehr sauber und schön eingerichtet. Gleich gegenüber gab es einen kleinen Supermarkt und eine Tankstelle. Hier könnte man locker eine Woche Urlaub machen! Wir hatten jedoch nur eine Nacht vorgesehen.

Nachdem wir unser Gepäck eingeräumt hatten, fuhren wir fünf Minuten zur Little Lagoon. Wir wollten dort eigentlich Baden gehen - es gefiel uns aber dann doch nicht so sehr, denn das Wasser war extrem flach. Also fuhren wir zurück in den Ort. Dort schauten wir uns das "The Old Pearler Restaurant" an, das komplett aus Muschel-Steinen errichtet worden ist.
Gegen Abend gingen wir Einkaufen und Tanken. Später genossen wir nach einem kurzen Bummel am mittlerweile etwas windigen Strand die Bequemlichkeiten unserer Unterkunft.

08.03.17 Monkey Mia und Kalbarri

Heute Morgen standen wir wieder zeitig auf, da wir zur morgendlichen Fütterung der Delfine nach Monkey Mia fahren wollten. 6.45 Uhr fuhren wir los und auf der langen Zufahrtsstraße bildet sich hinter uns eine ziemlich lange Autoschlange. Wir waren also nicht die Einzigen, die zur Fütterung wollten. Auf dem Parkplatz angekommen, kauften wir im Visitor Center zwei Tickets, die man anschließend hinter die Scheibe des Autos legen musste.

Alsbald konnte man im Wasser einige näher kommende Flossen erkennen und 7.45 Uhr begann die Fütterung.
Es kommen täglich mehrmals vormittags wilde Delfine an den Strand, um sich füttern zu lassen. Das ganze Spektakel wurde von einer jungen Frau begleitet, die viel Wissenswertes über die Tiere erzählt.

Ich hatte mich seitlich auf dem Steg postiert, um von dort aus fotografieren zu können. Dort konnte man im Wasser einige Fische und auch eine Schildkröte beobachten. Nach einer Stunde fuhren wir wieder zurück zur Unterkunft, packten unser Gepäck ins Auto und legten den Schlüssel wieder unter die Fußmatte.

Um 9.30 starteten wir die 120 km bis zum Overlander Roadhouse. Dort kauften wir uns eine Cola sowie zwei Riegel. Später am Billabong Roadhouse wechselten wir uns mit dem Fahren ab. Unterwegs stoppten wir am einem Parkplatz mitten im Busch. Dort bewegten wir uns etwas uns aßen einige Weintrauben. Die Erde war hier wieder ganz rot und außer einem verrosteten Auto mit Einschusslöchern, einigen Spinnen und einem alten Metallstuhl gab es hier nicht viel. Dann fuhren wir durch bis Kalbarri, unserem heutigen Ziel.

Eigentlich wollten wir zuerst gleich in den Kalbarri Nationalpark zum Natures Window und anderen spektakulären Formationen, leider war die einzige Zufahrtsstraße abgesperrt. Was wir vorher nicht wussten war, dass in dieser Woche im gesamten Park wegen einer Überpopulation Gänse abgeschossen wurden und es deshalb streng verboten war, ihn zu betreten.

Das war natürlich sehr ärgerlich. Also fuhren wir zuerst in unsere Unterkunft, das "Pelicans Nest", wo wir sehr nett und mit vielen Tipps für sehenswerte Ziele begrüßt wurden. Wir bezogen dann ein sehr nettes Zimmer in der zweiten Etage.

Zuerst besorgten wir uns Geld vom Automaten und danach fuhren wir auf dem George Grey Drive zu den sehenswertesten Zielen an der Steilküste. Als erstes bewunderten wir den herrlichen Blick vom Pot Alley, hier zogen wir wegen der vielen Buschfliegen wieder unsere Netze über. Dann fuhren wir weiter zum Eagle Gorge Lookout, dort trafen wir auf einen netten jungen Mann aus China, der gern ein Foto mit seiner Kamera gemacht haben wollte. Er revanchierte sich danach bei uns.

Weitere Ziele waren die Kalbarri Castle Cove, der Island Rock sowie die Natural Bridge. Hier zogen schon sehr dunkle Wolken auf und wir beeilten uns, zum Parkplatz zurück und ins Motel zu kommen. Im Zimmer genossen wir die warme Dusche und gingen dann Spazieren, um uns ein Restaurant zum Abendessen zu suchen. Wir landeten in einem Restaurant an der Hauptstraße. Hier wählte Monika Flusskrebs und ich Pink Snapper, dazu Pommes und zwei Radler - und weg waren 100 Australische Dollar.

09.03.17 Zurück nach Perth

Da wir im Pelikans Nest einen gute WLAN Empfang hatten, nutzten wir am Morgen die Gelegenheit und stornierten die Unterkunft für den 12. März und buchten eine neue. Nach Frühstück auf dem Balkon fuhren wir 8.15 Uhr zur Fütterung der Pelikane am Strand, die jeden Morgen um 8.45 Uhr beginnt.

Auf der Weiterfahrt hielten wir noch einmal an der Natural Bridge, denn heute schien die Sonne wieder wie gewohnt. Einen weiteren Stopp machten wir kurz vor Port Gregory an der Hutt Lagoon, einem pinkfarbenen See. Seine Farbe bekommt er von Beta-Carotin erzeugenden Algen. Wenn man allerdings das Schild an der Absperrung sieht, könnte man auch auf andere Gedanken kommen Zwinkernd

In Northampton kauften wir in der IGA Essen für später ein. Dort hörten wir auf einmal deutsche Stimmen, die meinten, dass in Australien alles ziemlich teuer sei. Sie gehörten zu drei junge Männer aus dem Raum Dresden, die nach dem Schulabschluss gerade mit dem Camper eine Tour durch Australien starteten.
In Jurian Bay mussten wir wieder einmal den Tank füllen und unterwegs hielten wir an einer Fläche mit Hunderten von Gras Trees, die hier besonders gut erhalten waren. An einem besonders großen machten wir ein Foto mit uns. Hier hatte jemand am Fuß zwei Engel aufgestellt. Die dekorativen Gewächse sind immergrün, können bis 6 Meter hoch werden und ein Alter von 500 Jahren erreichen.

Um 18.30 kamen wir in der gewohnten Toorak Lodge in Perth an und liefen die 50 Meter bis zum "Continental", einem asiatischen Restaurant, wo man gut und günstig essen kann. Anschließend machten wir es uns nach dem Duschen in unserem Zimmer gemütlich, in dem wir heute ein normales und ein Doppelbett hatten.