19.09.2014 - Galapagos

Mittags erreichten wir den Flughafen in Baltra auf Galapagos, bezahlten dort unsere Einreisesteuer und setzten danach mit dem Boot auf die Insel Santa Cruz über. Dort wartete schon der Bus, der uns vom Norden ganz in den Süden der Insel nach Puerto Ayora brachte. Zu Beginn der Fahrt stellte sich unsere sehr nette Reiseleiterin mit dem klangvollen Namen Vanessa Gallo Aguirre vor, die uns die nächsten Tage begleiten würde.
Wir bekamen ein schönes Zimmer mit Balkon im Hotel "Lobo del Mar", in dem wir die nächsten vier Nächte verbrachten.

Besichtigung Darwin Forschungsstation

Da es noch nicht so spät war, führte uns Vanessa in die 1959 gegründete "Estacion Cientifica Charles Darwin", die sich nicht weit vom Hotel befand. Im Visitor Center erfuhren wir viel über den Schutz der Inseln und erhielten Infos über die Tier- und Pflanzenwelt, die uns in den nächsten Tagen erwartete.

Im Außenbereich konnten wir davon einen Vorgeschmack bekommen. In kleinen Anlagen sahen wir Exemplare der Riesenschildkröten, einige Leguane und auch mehrere Galapagos-Finken, deren Vorfahren Charles Darwin 1835 zum Beweis seiner Evolutionstheorie untersucht hatte.

Für den Abend hatten wir uns den Besuch der "Calle de los quioscos" vorgenommen. Diese Straße verwandelt sich abends zu einer Kneipenmeile und man kann dort zu annehmbaren Preisen ganz frisch zubereiteten Fisch und tolle Meeresfrüchte genießen. Das war ein schöner Tagesabschluss.

20.09.2014 - Mit Schnellboot zur Insel Floreana

Nach dem guten Frühstück im Hotel führte uns Vanessa zur Anlegestation für die Schnellboote, denn wir wollten heute in zwei Stunden Fahrt zur Insel Floreana. Gesagt, getan.

Am Anfang machte allen die schnelle Fahrt mit dem kleinen Boot noch Spaß. Obwohl das Meer nicht allzu unruhig war, hüpfte das Boot allerdings doch ständig hoch und schlug mehr oder weniger hart wieder auf. Mit der Zeit wurden die Gesichter immer blasser und die ersten Teilnehmer beugten sich über den Bootsrand, um die Fische mit ihrem halbverdauten Frühstück zu beglücken. Der Bootsmann kam mit dem Verteilen von Plastiktüten kaum nach.
Erstaunlicherweise haben Monika und ich die zwei Stunden sehr gut gemeistert.

Auf der Insel angekommen, bekamen die blassen Gesichter wieder etwas Farbe und wir konnten eine einstündige leichte Wanderung unternehmen, auf welcher uns viele possierliche Robben, Seelöwen und Echsen begegneten. Auch die Krabben auf den Felsen am Meer waren sehr hübsch. Leider war der Himmel heute bedeckt und die Sonne ließ sich nicht blicken.

Nach dem Mittagessen in der sehr schönen Wittmer Lodge besuchten wir die Poststation auf Floreana, kauften eine Ansichtskarte, adressierten sie an unsere Heimatadresse und steckten sie in das als Briefkasten umfunktionierte Holzfass am Strand. Sie ist tatsächlich einige Wochen später zu Hause angekommen!

Danach stiegen wir in einen offenen Bus und fuhren ins Inselinnere. Dort unternahmen wir eine dreistündige Wanderung und besuchten unterwegs in einem Regenwald eine Station mit riesigen Galapagos-Schildkröten. Die Tiere können sich dort relativ frei bewegen und kommen regelmäßig zur Fütterung.

Als wir den Strand erreichten, konnten wir noch viele Tiere und Pflanzen entdecken. Die von allen gefürchtete Rückfahrt mit dem Schnellboot gestaltete sich diesmal zum Glück etwas ruhiger.

Wie am Vorabend besuchten wir auch heute wieder die "Calle de los quioscos" und suchten wir uns einen leckeren Hummer aus. Ein schöner Tag ging langsam zu Ende.

21.09.2014 - Baden am Strand

Für den heutigen Urlaubstag war kein Programm vorgesehen und wir zwei beschlossen zusammen mit Marlies und Ralf zur Tortuga Bay zu wandern. Wir packten die Badesachen und marschierten zum Parkplatz, von dem ein 2,5 Kilometer langer gepflasterter Weg zur Bucht führt. Kurz nach dem Parkplatz gelangten wir an den Eingang, hier muss sich jeder in einem Buch registrieren.  Nach einer guten halben Stunde vorbei an hohen Kakteen lag der feinsandige breite Strand der Tortuga Bay vor uns. Der Himmel riss langsam auf und bald würde sich die Sonne zeigen. Nur Schatten war hier aus Mangel an Bäumen leider nirgendwo zu finden.

So beschlossen wir, am Strand entlang bis an sein nördliches Ende zu wandern. Dort sollte der schöne Playa Mansa sein.
Uns begegneten auf den Weg fliegende Pelikane und eine kleine Kolonie von pechschwarzen Meeresechsen.

Der Playa Mansa war wirklich sehr schön gelegen. Hier hatten sich auch schon einige Badelustige einen schattigen Platz gesucht. Wir breiteten unsere Handtücher im Schatten von Mangroven aus und badeten anschließend in dem warmen Wasser. Im flachen Wasser konnten wir kleine Haie beobachten. Ein Pelikan hatte es sich in der Krone einer Mangrove bequem gemacht und ließ sich nicht stören und einige zutrauliche Finken wollten unbedingt meine Waffel mit mir teilen.

Wir verbrachten dort einen sehr erholsamen Nachmittag, bevor wir wieder zurück ins Hotel spazierten. Im "The Rock" tranken wir noch ein Tonic und abends genehmigten wir uns wieder einen diesmal riesigen Fisch an einem der vielen kleinen Restaurants der "Calle de los quioscos".

22.09.2015 - Baden und Besuch von Nordseymour

Unser letzter Tag auf Galapagos lag vor uns. Zuerst fuhr Vanessa mit uns mit einem kleinen Charterboot an den Playa Cerro Dragon auf Santa Cruz. Dort setzten wir mit einem Schlauchboot an den Strand und konnten Baden und Schnorcheln oder einfach nur die Ruhe genießen und die vielen bunten Krabben beobachten.

Anschließend gab es auf dem Boot ein gutes Mittagessen und wir schipperten weiter bis zur Insel Nordseymour. Uns erwartete dort einer der Höhepunkte der Reise. Kaum hatten wir das steile Ufer erklommen entdeckten wir neben Robben und Echsen große Kolonien von beeindruckenden Prachtfregattvögeln bei der Balz.
Die Männchen versuchten, mit ihren roten aufgepusteten Kehlsäcken, Eindruck auf die Weibchen zu machen.

Sie sind sehr gute Flieger und in der Luft konnten wir sie gut an ihrem gegabelten Schwanz erkennen. Auf dem weiteren Weg, den unser örtlicher Führer mit uns ging und den wir zum Schutz der Tiere nicht verlassen durften, sahen wir sehr viele ihrer Nester. Fregattvögel können immerhin bis 26 Jahre alt werden.

Am Ende der kleinen Wanderung durch das Vogelschutzgebiet erblickten wir eine kleine Kolonie von lustig aussehenden Blaufußtölpeln. Mit ihren herrlich blauen Füßen, die ihnen ihren treffenden Namen geben, liefen sie - etwas ungeschickt wirkend - auf einem Baumstamm hin und her.

Einige konnten wir auch bei der Balz beobachten. Männchen und Weibchen tanzen dabei und machen streckende Bewegungen während sie Pfeiftöne von sich geben. Unser Guide erklärte uns, dass das Weibchen bei erfolgreicher Balz dem Männchen ein Stück Holz für den gemeinsamen Nestbau übergibt. Auf der Rückfahrt sahen wir auch Blaufüßtölpel, die zum Fischfang aus der Luft im Sturzflug ins Meer stürzten.

Der Besuch dieser Insel hat uns sehr gut gefallen und wir haben wunderbare Aufnahmen machen können.
Das Boot brachte uns am Nachmittag zurück und wir fingen an, im Hotelzimmer unsere Sachen für den morgigen Heimflug zu packen.

23.09.2014 - Abschied und Heimflug

Ein erlebnisreicher Urlaub ging heute zu Ende und nach dem Frühstück erfolgte der Transfer zum Airport auf Baltra. Dort verabschiedeten wir uns von der netten Vanessa und traten den Rückflug via Guayaquil und Madrid nach Frankfurt an, wo wir am nächsten Tag sicher landeten.