Auf dem Weg nach Quebec

30. September: Lac Saint-Jean

Nach dem Frühstück verließen wir gegen 9 Uhr Tadoussac, wo sich das Wetter über Nacht gebessert hatte.
Zuerst machten wir einen Abstecher nach Les Bergeronnes, wo es eine Forschungsstätte Für die Walbeobachtung gibt. Dort harrten wir ca. 1 Stunde aus und konnten auch einige Wale im Fjord auftauchen sehen.
Zum Mittagessen machten wir einen Stopp in Sainte Rose-du-Nord und kamen 17 Uhr im Appartements du Lac in Lac Saint Jean an.
Die Vermieter sprachen leider nur Französisch und so war die Verständigung etwas schwierig aber trotzdem erfolgreich und lustig. Eine Metalltreppe führte in das Obergeschoss des Hauses, wo eine komplette modern eingerichtete Wohnung aus uns wartete.
Zum Einkaufen im IGA-Shop fuhren später wir in den nächstgrößeren Ort und kauften unter andrem ein ganze Packung Eier, von denen wir uns nach der Rückkehr Spiegeleier in unserer Küche zubereiteten - lecker!

1. Oktober: Fahrt zum Zoo nach St. Felicien

Als heutiges Ziel hatten wir uns den Zoo Sauvage ausgesucht, da die Sehenswürdigkeiten im Umkreis etwas rar waren. Es sollte sich aber als gute Wahl erweisen.
9.30 Uhr fuhren wir etwa eine Stunde bis nach Saint-Felicien zum Parkplatz des Zoos, der einer der größten Zoos in der Provinz Quebec ist.

Er wurde 1960 auf einer verlassenen Fuchsfarm gegründet. Inzwischen umfasst er 30 ha und auf etwa 7 km befahrbaren Wegen kann man mit einer Art Bahn die Tiere beobachten. Diese sind zum Teil in weitläufigen umzäunten Bereichen aber auch freilaufend untergebracht. Weiterhin gibt es dort einen wundervoll gelegenen See sowie mehrere Nachbildungen von historischen Stätten, wie einem Siedler Bauernhof, einem Camp, der Trading Post und anderer liebevoll gestalteten Nachbauten.

Hier verbrachten wir den Tag bis 16 Uhr, bevor wir zum Einkaufen fuhren, einen Abstecher zum See machten und 18 Uhr zurück im Appartement waren.

2. Oktober: Fahrt nach Saint Anne de Solei

Nach einem schönen Frühstück in unserem Appartement fuhren wir gemütlich nach Saint Anne de Solei, wo wir gegen 14.00 Uhr in unserem gebuchten Motel Aux Portes du Soleil eincheckten. Anschließend unternahmen wir einen Bummel durch den wirklich niedlichen kleinen Ort mit liebevoll hergerichteten Häusern und phantasievollem Schmuck für das Halloween-Fest.

Gegen 18 Uhr waren wir zurück im Motel.

3. Oktober: Cap Tourmente

Um 9 Uhr nahmen wir Abschied von unseren Vermietern und starteten unsere Weiterfahrt nach Quebeck, auf der unterwegs einige Stopps geplant waren.

Zuerst fuhren wir zum nationalen Wildreservat von Cap Tourmente, da wir gelesen hatten. dass sich dort im Herbst die Schneegänse auf ihrem Flug nach Süden sammeln. Sie kehren jedes Jahr an den gleichen Plätzen ein, um für ihren Weiterzug an die Ostküste Nordamerikas Kräfte zu tanken.
Schon auf dem Parkplatz im Ort Montmagny war trotz des starken Windes das laute Geschnatter hören.
Die Vögel hatten im arktischen Sommer gebrütet und den Nachwuchs aufgezogen und machten nun auf dem langen Rückflug hier Station.
Im Ort Montmagny wird im Oktober das Schneegans-Festival ("Festival de l'ole blanche") gefeiert, wir waren dafür einige Tage zu zeitig hier.
In dem geschützten Beobachtungsstand am Ende des Wanderweges konnten wir die Vogelscharen aus allernächster Nähe sehen und fotografieren sowie Interessantes über die Vögel und ihre Lebensweise erfahren.

3. Oktober: Canyon Saint Anne

Ein weiterer Höhepunkt erwartete uns kurz vor Quebec - der Canyon Saint Anne. An der Kasse bezahlten wir CAD 13 pro Person und im Gelände erwarteten uns auf den Wanderwegen drei Hängebrücken über die tiefe Schlucht (mit bis zu 60 Metern über dem Grund) sowie verschiedene Aussichtspunkte auf schöne Wasserfälle, der höchste mit immerhin 74 Metern. Über eine Stunde wanderten wir auf dem Rundweg und fanden es sehr interessant.

3. Oktober: Wasserfall Mount Morenci

Etwa 12 Kilometer vor Quebec erreichten wir die Montmorency-Wasserfälle im Montmorency Falls Park.
Die Fälle sind mit 84 Metern Höhe und 46 Metern Breite höher als die Niagara Falls.

Dort gibt es Holztreppen, um den Wasserfall aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Auf einer Betonplattform ist man am Fuße des Falles der brausenden Gischt ganz nah und kann sich unter den Regenbogen stellen. Allerdings wird man durch den dichten Nebel in Sekundenschnelle durchnässt.
Mit einer Seilbahn (Funitel) kann man zu einer Hängebrücke über den Kamm des Wasserfalls fahren. Hier hat man eine schöne Aussicht auf die Umgebung.